Abo

Kommentar zum Schritt der Rösrather FeuerwehrNach Notbremse ist Aufbruch nötig

Ein Kommentar von
Lesezeit 2 Minuten
Es sind die Bauarbeiten an der Fahrzeughalle zu sehen.

Die Fahrzeughalle (r.) wird zurzeit für die heutigen größeren Einsatzfahrzeuge vergrößert.

Während die Bauarbeiten am Feuerwehrhaus Kleineichen laufen, schwindet die Löschgruppe. Guido Wagner beschäftigt sich mit den Konsequenzen.

Es scheint wie eine Ironie des Schicksals: Ausgerechnet dort, wo bald das neueste der Rösrather Feuerwehrhäuser steht, sinkt die Zahl der freiwilligen Feuerwehrleute derart, dass die Löschgruppe vor Ort nicht mehr die Stärke hat, um alleine auszurücken.

Das heißt aber weder, dass man sich nun in Kleineichen Sorgen um die Sicherheit machen müsste, noch dass die Investition in das neue Feuerwehrhaus vergebens gewesen wären. Im Gegenteil!

Erweiterung des Feuerwehrhauses könnte Freiwillige anziehen

Denn einerseits hat das in der Feuerwehr tagtäglich praktizierte Krisenmanagement auch bei der Einschätzung der eigenen Lage gegriffen und dazu geführt, statt der zu klein gewordenen Kleineichener Einheit nun im Notfall den Löschzug Rösrath gemeinsam mit den Kleineichener Feuerwehrleuten zu alarmieren.

Und andererseits bietet die lang ersehnte und aktuell realisierte Erweiterung des Feuerwehrhauses Kleineichen nach der Fertigstellung die Möglichkeit, mit ganz neuen, verbesserten Rahmenbedingungen Freiwillige für den Feuerwehrdienst zu begeistern. Wie lautet eine der wichtigsten Grundregeln in Gefahrensituationen? Richtig, Ruhe bewahren!

Notbremse führt Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements vor Augen

Danach gilt es aber auch, besonnen zu handeln. In diesem Sinne führt die Notbremse, die die Freiwillige Feuerwehr Rösrath in Kleineichen ziehen musste, auch vor Augen, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für die Sicherheit ist. Ein gutes Argument, sich einmal selbst zu fragen, ob man sich nicht auch in der Feuerwehr engagieren könnte.

Dann ließe sich womöglich auch die Kleineichener Notbremse bald wieder lösen. Und das wäre dann alles andere als „Ironie des Schicksals“, sondern vielmehr ein Glücksfall für alle im Rösrather Stadtgebiet – und die gute Folge aus einem besonnenen Handeln.

KStA abonnieren