Die Zahl der Schuleinbrüche im Rheinisch-Bergischen Kreis hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits verdreifacht. Viele erinnern sich da an eine Bande, die die Polizei 2019 fasste.
Schuleinbrüche2019 fasste die Polizei in Rhein-Berg eine Bande – so ging der Fall aus

2019 nahm die Polizei nach einer Serie von Schuleinbrüchen eine Gruppe Jugendlicher fest (Symbolfoto)
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Eine Serie von rund 50 Schul- und Kita-Einbrüchen hat die rheinisch-bergische Kreispolizei 2019 in und um Bergisch Gladbach aufgeklärt. Damals war eine Gruppe von Jugendlichen teilweise mehrfach in dieselben Schulen eingebrochen und hatte vor allem großen Sachschaden angerichtet.
Nach einigen Wochen nahm die Polizei erste Tatverdächtige fest. Es waren Jugendliche.
Im Juni 2019 gelang es der Polizei dann in einem Fall sogar, neun Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren festzunehmen. Trotzdem gingen die Einbrüche erst einmal weiter.
Trotz hoher Hürden im Jugendstrafrecht kamen Jugendliche in U-Haft
Nachdem teilweise dieselben jungen Täter mehrfach erwischt worden waren, kamen einige – trotz der diesbezüglich sehr hohen Hürden im Jugendstrafrecht – in Untersuchungshaft.
Erst dann nahm die Serie ein Ende. Offenbar hatte das Signal, das die Justiz mit den Haftbefehlen gesetzt hatte, seine Wirkung erzielt.
Anfang 220 fielen schließlich die ersten Urteile vor dem Jugendgericht in Bensberg.
Verurteilt wurden schließlich sieben der Jugendlichen zu Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren, die entweder zur Bewährung ausgesetzt wurden oder bei denen eine Bewährung in Aussicht gestellt wurde.
Schuleinbrüche sind 2023 erneut stark angestiegen – Polizei nennt Gründe
Im Jahr 2023 ist die Zahl der Einbrüche in rheinisch-bergischen Kreis erneut rasant angestiegen. Bis Ende Juli zählte die Kreispolizei bereits 38 Taten und Tatversuche – das sind dreimal so viele wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Allerdings spricht die Polizei nicht nicht von einer Serie. Warum, das erläutert hier Polizeisprecher Christian Tholl.

