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Zwischen Gladbach und KürtenLandesbetrieb Straßen sägt weitere Lücken in Allee

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Stattliche Bäume, darunter laut Naturschutzbeirat auch geschützte Alleebäume, hat der Landesbetrieb Straßen entlang der L 289 zwischen Spitze und Schanze fällen lassen.

Rhein-Berg – Seit Jahren bereits werden entlang der immerhin zur Deutschen Alleenstraße gehörenden Allee zwischen Bergisch Gladbach-Herkenrath und Kürten-Schanze immer wieder Bäume gefällt, ohne dass neue an ihrer Stelle gepflanzt würden. Nun schlägt der Naturschutzbeirat des Kreises Alarm, weil der Landesbetrieb Straßen NRW bei erneuten Fällungen zwischen Spitze und Schanze die zuständigen Naturschutzstellen nicht einmal informiert hat.

„Sträucher auf den Stock zu setzen, ist nichts Ungewöhnliches und gehört in gewissem Maße zu den Aufgaben der Straßenunterhaltung – was aber an dieser höchst sensiblen Strecke geschehen ist, geht weit über das gewöhnliche Maß hinaus“, kritisiert der Vorsitzende des Naturschutzbeirates, Mark vom Hofe. Neben kleineren Gehölzen seien „auch Bäume mittleren Stammumfangs sowie in Einzelfällen auch der Allee zuzurechnende Bäume gefällt worden“, so vom Hofe.

Kreishaus bedauert fehlenden Kontakt mit Straßen NRW

„Hier hätte es“, so der Beiratsvorsitzende weiter, „einer engen Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und auch dem Naturschutzbeirat bedurft.“ Schließlich gebe es seit Jahren einen zwischen Verkehrs- und Umweltministerium abgestimmten Erlass, wonach die Straßenbauverwaltung bei Rodungsmaßnahmen entlang der Landesstraßen das Benehmen mit der Kreis-Naturschutzbehörde herzustellen habe.

„Dies gilt umso mehr, wenn es sich um eine gesetzlich geschützte Allee wie in Spitze handelt.“ Bei Alleen sei eine „besondere Sensibilität gefordert – die scheint zum wiederholten Male bei Straßen NRW nicht vorhanden zu sein“, so vom Hofe. Auch im Kreishaus bedauert man, dass der Landesbetrieb vor den Eingriffen keinen Kontakt aufgenommen habe.

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Vom Landesbetrieb Straßen NRW war am Freitag keine Stellungnahme zu erhalten. Pressesprecher Rainer Herzog kündigte an, nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen in der kommenden Woche eine Rückmeldung zu geben. Die bislang vor allem auf dem Allee-Abschnitt zwischen Herkenrath und Spitze ausgebliebenen Ersatzpflanzungen bei der Fällung von Alleebäumen hatte der Landesbetrieb in der Vergangenheit wie berichtet mit dem dort noch geplanten Radweg begründet.