Die Hürther Basketballerinnen unterliegen erneut – TuS Königsdorf siegt im Derby gegen die TS Frechen
2. Basketball-Bundesliga:Eine gute erste Hälfte reicht HBC-Damen nicht

Der TuS Königsdorf (in Weiß) lässt sich von der scheinbaren Übermacht der Frechener Turnerschaft im Derby nicht beeindrucken.
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In der 2. Basketball-Bundesliga Nord kassieren die Damen des Hürther BC eine erneute Niederlage, auch die HBC-Herren verloren das Topspiel der Oberliga. Der TuS Königsdorf setzt sich derweil im Nachbarschaftsduell gegen die TS Frechen durch.
Bender Baskets Grünberg – Hürther BC 82:50 (37:30). Eine bittere Niederlage mussten die Damen des Hürther BC einstecken, obwohl sie über weite Strecken eine ordentliche Leistung zeigten und durchaus Zweitliganiveau nachwiesen. Im ersten Viertel hielt das Team von Martin Trefzger gut mit und auf der Anzeigentafel leuchtete ein 14:20-Zwischenresultat auf.
Besser gelang der zweite Abschnitt, den der HBC mit 16:17 knapp verlor, aber eine intensive und engagierte Vorstellung auf die Platte brachte, die besonders von der besten HBC-Scorerin Dora Hizsnyik (18) und Sena Balci (9) getragen wurde. Es zeigte sich zu diesem Zeitpunkt aber schon, dass die erfolgreichsten HBC-Werferinnen zu wenig Unterstützung vom Team erhielten und zu sehr auf sich gestellt waren.
Kein Grund zur Klage
„In der ersten Halbzeit gab es eigentlich keinen Grund an der gezeigten Leistung zu mäkeln, denn bis zum einem Dreipunkterfolg von Grünberg, direkt vor der Pause, waren wir komplett auf Augenhöhe und ganz eng daran“, bilanzierte Trefzger. Im dritten Viertel bahnte sich der Abgesang des HBC schon an, obwohl sich der Rückstand immer noch in Grenzen hielt.
Dann aber brach der HBC ein, verteidigte nicht mehr konsequent, schenkte Rebounds her und hatte insgesamt einfach viel zu viele Fehlentscheidungen getroffen, die zu gegnerischen Punkten führten und ein Ergebnis erzeugten, welches vorher nicht erwartet wurde. „Unsere gute erste Halbzeit, die Rückkehr der Langzeitverletzten Greta Mengelkamp und der gute Auftritt unser Nachwuchsspielern Aurora Andrade Blum zeigen aber auch positive Aspekte im Spiel und lassen hoffen“, resümierte Trefzger.
Hürther BC – BG Köln 69:73 (29:28). Im Spitzenspiel der Herren- Oberliga musste der HBC gegen die Rivalen aus Köln eine empfindliche Niederlage einstecken und ist nach einer ausgeglichenen und hart umkämpften Partie vier Punkte entfernt vom Platz an der Sonne. Bis zur Pause folgte Korb auf Gegenkorb und keines der beiden Teams konnte mit mehr als vier Punkten in Führung gehen, die beständig wechselte.
Mit einem Punkt Vorsprung ging das Team von HBC-Coach Maxim Pack in die Kabine und konnte sich bis dahin auf gute Offensivleistungen von Valon Krasniqi (21) und Ex-BG-Spieler Frank Robin Buchmüller (16) verlassen, die durchweg ihre Korbgefährlichkeit unter Beweis stellten.
Alles spricht für einen Heimsieg
Das dritte Viertel, das zum punktestärksten Abschnitt avancierte, in dem der HBC schon sieben Punkte Vorsprung hatte, verschaffte ihnen ein wenig Luft und es sah nach einem Heimspielerfolg aus. „Plötzlich aber haben wir leichte Punkte liegengelassen, haben uns nicht mehr belohnt und haben durch leichte Stockfehler und Patzer in der Defensive die Partie in den letzten Minuten noch aus der Hand gegeben gegen eine Mannschaft, die den konsequenteren Weg zum Erfolg gefunden hatte“, erklärte der HBC-Coach Pack.
In der letzten Minute führten die Hürther noch mit 69:68, ehe die BG Köln fünf ihrer sechs Freiwürfe im Korb des Pack-Teams unterbringen konnte und die Partie entschied.
TuS Königsdorf – TS Frechen 68:58 (31:25). Im Derby setzte sich der gastgebende TuS mit nur neun Spielern gegen die Turnerschaft durch, hatte aber als Tabellenzweiter einige Mühe gegen den Klub aus der unteren Tabellenhälfte. Das hart umkämpfte erste Viertel endete 16:16 und zeigte keine deutliche Tendenz für einen Tipp auf die späteren Sieger.
„Es war heute wieder einmal ein sehr typisches Derby, in dem Frechen und gleich vom Sprungball an versuchte, uns mit deutlicher Härte den Schneid abzukaufen und uns auch sehr häufig an die Freiwurflinie brachte“, beschrieb TuS-Coach Pete Jarchow.
Enges Spiel
Bis zur Pause war die umkämpfte Partie bei weitem nicht entscheiden, denn der TuS-Vorsprung betrug gerade sechs Punkte. Ein 19:11-Lauf im dritten Viertel, sorgte erstmalig für klare Verhältnisse, denn David Markert (13), Vincent Varga (12), Miles Jarchow (10) und Liam Lange (9) punkteten ordentlich und konnten mit acht Freiwurftreffern den Abstand auf die TS vergrößern.
Die Gäste aber wollte sich noch nicht geschlagen geben und konterten mit einem 9:1-Run, beflügelt von Leon Adeniyi (12), Thilo Mandelartz (9) und Niklas Avizienis (9), der sie wieder auf Schlagdistanz brachte. Dann waren es zwei Dreipunkttreffer von David Markert, die unverhohlen im Frechener Korb einschlugen und auf die Moral der Gäste drückte.
„Der Youngster Miles Jarchow hat dann mit starken Aktionen wichtige Punkte beigesteuert und das Team mit unbekümmerter Spielweise mitgerissen, so dass sich unsere Spielfreude verbesserte“, so TuS-Coach Jarchow.
