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SpendenaktionSkaterrampe könnte schon im Sommer in Bedburg stehen

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Zu sehen ist eine Skaterrampe in einer Halle.

Einst stand die Rampe in einer Skaterhalle in Göttingen.

Nach einer Spendenaktion erstand Rafael Kazior eine Halfpipe, die ursprünglich 40.000 Euro gekostet hat.

Erst vor drei Wochen hat Rafael Kazior sich mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit gewandt – seine Idee: Bedburg soll eine öffentlich zugängliche Mini-Rampe erhalten, auf der Kinder und Jugendliche künftig nach Herzenslust skaten können. Kazior war durch Bekannte auf die zwei Meter hohe, sechs Meter breite und 12 Meter lange Halfpipe aufmerksam geworden – 40.000 Euro hatte das gute Stück einst neu gekostet.

Nach dem Umbau einer Skaterhalle in Göttingen war sie ausgemustert worden und stand seitdem bei einem Bekannten Kaziors, der ihm die gebrauchte, aber gut erhaltene Rampe für 2500 Euro angeboten hatte. Kurzerhand und nach unbürokratischer Absprache mit Bürgermeister Sascha Solbach startete Kazior die Spendenaktion im Internet mit dem Spendenziel von 5000 Euro, um auch die Kosten für Transport und Aufbau der Rampe decken zu können. 4112 Euro sind bisher zusammen gekommen.

Bedburg: Initiator der Spendenaktion skatet selber leidenschaftlich gern

„Das ist der pure Wahnsinn!“, freut sich Kazior, der selbst leidenschaftlich gern skatet, über den Erfolg der Spendenaktion: „Das Wochenende war spannend, wir sind innerhalb von zwei Tagen von 30 auf 80 Prozent gestiegen.“ Am Mittwochmorgen waren bereits mehr als 4000 Euro zusammengekommen, die höchste bisher getätigte Spende in Höhe von 1000 Euro beeindruckte Kazior besonders. Schon vor einigen Tagen konnte Kazior die Rampe in der Eifel abholen. Die Stadt hatte mit insgesamt drei Transportern unterstützt.

Jetzt heißt es, einen geeigneten Standort zu finden. Nico Schmitz von der Pressestelle der Stadt Bedburg: „Herr Kazior ist mit der Idee an uns herangetreten – wir wollen ihn bestmöglich unterstützen.“ Der Skater freut sich vor allem über die pragmatische Herangehensweise der Stadt. „So unkompliziert habe ich so etwas noch nicht erlebt.“

Jetzt hofft er auf eine erfolgreiche und ebenso unkomplizierte Standortsuche. Um die Halfpipe sicher aufstellen zu können, braucht es einen befestigten, ebenen Untergrund. Idealerweise sollten die Skater vorher nicht durch Matsch gehen müssen. Die Rampe könne per Stecksystem innerhalb von zwei Tagen aufgebaut werden. Kazior ist zuversichtlich: „Vielleicht können wir sie schon im Sommer einweihen.“