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DokumentationTierheim in Bergheim kommt ins Fernsehen

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Das Bild zeigt ein Schaf und einige Gänse.

Das Bergheimer Tierheim wird im September in vier Folgen im Fernsehen zu sehen sein. 

Die TV-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ dreht aktuell im Bergheimer Tierheim. Die Doku verfolgt die Vermittlung der Tiere. 

Wer zurzeit das Tierheim Bergheim besucht, könnte auf ein Kamerateam treffen und vielleicht sogar selbst vor der Kamera landen. Seit September dreht der WDR im Tierheim neue Folgen für die Dokumentationsreihe „Hallo Tierheim“. Die Doku ist Teil der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“.

Das Team hat bereits zwei Staffeln veröffentlicht und war seit 2023 in Koblenz und in Duisburg, um die tägliche Arbeit der Tierpflegerinnen und -pfleger vorzustellen. Heike Bergmann, Leiterin des Bergheimer Tierheims, ist unter anderem durch die Serie „Tiere suchen ein Zuhause“ regelmäßig mit dem WDR in Kontakt. Deren Teamleiterin Gina Göss hatte sie wegen der Dokuserie angesprochen.

Bergheim: Tierheim ist aktuell im Umbruch

„Wir freuen uns, dass wir in Bergheim drehen dürfen, weil hier wirklich guter und nachhaltiger Tierschutz geleistet wird“, so Göss. „Die Tiere werden hier bestmöglich versorgt.“ Die Serie zeige ganz unterschiedliche Tierheime. So sei das Heim in Koblenz „brandneu und modern“, während die Tierpfleger in Duisburg ihre Arbeit in sehr alten Räumen verrichten müssten.

„Wir in Bergheim sind jetzt insofern etwas Besonderes, weil wir immer noch im Umbruch sind“, sagt Bergmann mit Blick auf die Entwicklung der letzten gut zehn Jahre, in denen sich das Tierheim unter der Trägerschaft des Bunds gegen Missbrauch der Tiere neu strukturiert hat. In dieser Zeit hat sich hier vieles verändert, zuletzt wurde das neue Hundehaus mit Kleintierbereich fertiggestellt.

Kaninchen und Meerschweinchen sind umgezogen

Diese Entwicklung sei interessant für eine Dokumentation wie „Hallo Tierheim“. „Ich glaube, dass der WDR hier schon viele schöne Geschichten gedreht hat und noch drehen wird“, so Bergmann. Etwa ein halbes Jahr dreht der WDR hier. Ein, zwei Handlungsstränge will die Dokureihe jeweils zu Ende erzählen. Das bedeutet, dass im Idealfall ein Tier vom Zeitpunkt seiner Aufnahme in Bergheim bis zur erfolgreichen Vermittlung begleitet wird. „Die sind alle total nett und haben eine unendliche Geduld mit den Tieren“, sagt Bergmann über die Mitarbeiter des WDR. Das Kamerateam begleitet die Mitarbeitenden des Tierheims bei ihrer Arbeit und befragt sie zu unterschiedlichen Situationen mit den Tieren.

Es hat aber auch die Arbeit abseits der reinen Tierpflege dokumentiert. „Die sehen uns hier auch auspacken, umräumen und schleppen, weil immer noch nicht alles fertig ist“, sagt Bergmann. So hat das Team auch die Einrichtung der neuen Futterküche oder den großen Umzug der Kleintiere in ihren neuen Bereich festgehalten. Kaninchen und Meerschweinchen mussten bis vor Kurzem in kleinen Käfigen ausharren und können sich nun in modernen und großzügigeren Bodenvolieren die Pfötchen vertreten.

Anfangs sei es sehr ungewohnt gewesen, stets einen Kameramann mit dabei zu haben, sagt Bergmann, die sich selbst eigentlich gar nicht gern im Fernsehen sieht. „Aber man gewöhnt sich daran – die Mitarbeiter wachsen einfach ins Team rein.“ Teilweise fahren die Mitarbeiter des WDR auch mit zu den neuen Besitzern, um zu filmen, wie das Tier dort angekommen ist. „Unsere Besucher haben das alle ganz lieb mitgemacht“, schmunzelt die Tierheimleiterin.