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„Schwerer Verlust für die Stadt“Brühl trauert um Altbürgermeister Wilhelm Schmitz

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Auf dem Bild ist der Brühler Altbürgermeister Wilhelm Schmitz zu sehen.

Der Brühler Altbürgermeister Wilhelm Schmitz ist verstorben. (Archivbild)

Der CDU-Politiker sei in der Nacht zu Sonntag (29. März) im Alter von 98 Jahren friedlich zuhause gestorben, so Bürgermeister Marc Prokop.

Die Trauer in Brühl ist groß: in der Nacht zu Sonntag verstarb im Alter von 98 Jahren der Altbürgermeister der Stadt Brühl, Wilhelm Schmitz. Der am 31. Oktober 1927 in Bonn geborene CDU-Politiker war von 1979 bis 1994 ehrenamtlicher Bürgermeister in der Schlossstadt und galt als „Grandseigneur der Politik“.

Brühl: Wilhelm Schmitz hat die Stadt bis heute geprägt

Neben seinem lokalen Wirken, auch als Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des CDU-Stadtverbands, war er Kreistagsmitglied und Vizelandrat des ehemaligen Erftkreises. 2001 erhielt Schmitz als Anerkennung seiner Verdienste für die Stadt Brühl den Ehrenring der Stadt, 2003 den Ehrenring des Rhein-Erft-Kreises.

Ich bin sehr traurig. Er ist jemand gewesen, der für die Stadt gelebt hat, er ist einer von den ganzen großen Bürgermeistern gewesen
Marc Prokop, Bürgermeister von Brühl

„Ich bin sehr traurig. Er ist jemand gewesen, der für die Stadt gelebt hat, er ist einer von den ganzen großen Bürgermeisterin gewesen“, würdigt ihn Bürgermeister Marc Prokop (CDU). Schmitz habe die Stadt bis heute in vielen Dingen geprägt.

Auf dem Foto ist eine Gruppe von Männern in Anzügen zu sehen.

Der verstorbene Altbürgermeister Wilhelm Schmitz (3.vl.) freute sich im November 2017 beim Festakt zu seinem 90. Geburtstag über die Gratulationen des damaligen Bürgermeisters Dieter Freytag, des damaligen Landrats Michael Kreuzberg und des damaligen KSK-Vorstand Alexander Wüerst (v.r). (Archivbild)

So war der Altbürgermeister unter anderem für die heutige Fußgängerzone, den Bau eines Hallenbades und des Fußgängertunnels an der Carl-Schurz-Straße sowie für den Umbau des alten Franziskanerklosters am Markt verantwortlich. Auch die Umgestaltung der Brühler Schullandschaft lag dem Lehrer, der als Leitender Regierungsschuldirektor beim Regierungspräsidenten in Düsseldorf tätig war, am Herzen.

Ein weiteres inniges Anliegen war Wilhelm Schmitz die Kultur: Er war Mitinitiator des Sommerkulturfestivals „Brühlermarkt“ und bemühte sich bereits früh um die Errichtung eines Max-Ernst-Museums. Er trug mit Besuchen bei Max Ernst wesentlich zur Aussöhnung des Künstlers mit seiner Heimatstadt Brühl bei – es war zum Bruch gekommen, da die Stadt geschenkte Werke von Max Ernst verkauft hatte.

Er war ein sehr sympathischer Mensch, den man einfach gerne haben musste
Holger Köllejan, CDU-Fraktionsvorsitzender Brühl

„Ich habe ihn 2009 als hochintelligenten, stets topinformierten Menschen kennenlernen dürfen“, erinnert sich Holger Köllejan, Fraktionsvorsitzender der CDU Brühl. Schmitz habe es absolut verstanden, Menschen mitzunehmen, und sei ausgesprochen charismatisch gewesen. „Er war ein sehr sympathischer Mensch, den man einfach gerne haben musste“, so Köllejan. Sein Tod sei nicht nur für die CDU, sondern für die gesamte Stadt Brühl ein schwerer Verlust.

Schmitz habe sich in den vergangenen Jahren sehr seiner Familie gewidmet, erinnert sich Prokop. Der Altbürgermeister sei friedlich zu Hause verstorben, teilte er mit.