BrühlVereinslose Sportler können bald auf zwei Sportplätzen trainieren

Auch vereinslose Sportler sollen bald auf Brühler Sportplätzen trainieren können.
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Brühl – Vereinslose Sportler erhalten künftig neue Möglichkeiten.
So soll der in Badorf zwischen der Stadtbahnlinie 18 und dem Berufskolleg gelegene ehemalige Hockeyplatz bald Hobbysportlern zur Verfügung stehen. Auch das so genannte Multifunktionsfeld im Schlossparkstadion soll verstärkt der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Ebenfalls im Stadion wird nach dem Willen der Mitglieder des städtischen Sportausschusses eine Laufbahn ganzjährig allen Laufbegeisterten offen stehen. Die Öffnungen werde nach dem Ende der Sommerferien erfolgen, da noch einige Punkte abgestimmt werden müssten, so die Verwaltung.
Turnhallen in Brühl sind stark ausgelastet
Zuvor hatten Fraktionen von SPD und Grünen die Verwaltung beauftragt, weitere Nutzungsmöglichkeiten auszuloten. „Wir wollen Sportlern, die sich nicht an einen Verein binden wollen, Chancen eröffnen. Es geht nicht darum, den Vereinen Konkurrenz zu machen. Aber in Absprache können sicherlich Randzeiten genutzt werden“, sagte SPD-Fraktionschef Michael Weitz.
Anders als bei der Nutzung von Außenanlagen sieht die Stadt bei der Bereitstellung von städtischen Turnhallen größere Schwierigkeiten. Diese seien durch den Vereinssport stark ausgelastet und hoch beansprucht, hieß es. Die Pandemie habe zwar zu einer vorübergehenden Sperrung der Hallen und Außenanlagen, nicht aber zu einem Rückgang der Belegung geführt. Ungenutzte Zeiten gebe es kaum in den Hallen.
Fußballplatz in Brühl-Ost kommt nicht in Frage
Vergleichbares gelte auch für den Fußballplatz in Brühl-Ost, den die Politiker des Mehrheitsbündnisses verstärkt der Öffentlichkeit zugänglich machen wollten. Die Anlage werde bereits intensiv von Vereinen genutzt. Die Verwaltung brachte daher den alten Hockeyplatz ins Spiel. Diese Anlage nutzten einst die Hockeycracks des THC Brühl. Doch das ist einige Jahre her. „Der Hockeyplatz kann Montag bis Freitag ab 16 Uhr für die Öffentlichkeit freigegeben werden“, so die Verwaltung. Er sei sowohl mit dem Auto, als auch mit den öffentlichen

Im Schlossparkstadion sollen künftig vereinslose Sportler trainieren und Ballsport betreiben können.
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Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad sehr gut zu erreichen. Beschädigungen an der Ausstattung des Hockeyplatzes würden den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb eines Vereines nicht einschränken, eine dauerhafte Aufsicht wäre also nicht erforderlich.
Brühl: Das ist für das Multifunktionsfeld im Stadion geplant
Das Multifunktionsfeld im Stadion könnte für den vereinslosen Sport freigegeben und mit zusätzlichen Sportgeräten versehen werden. Denkbar seien ein zweiter Basketballkorb, ein Volleyball- oder Badmintonnetz sowie Handballtore. Das Stadion sei ohnehin täglich geöffnet, und die Platzwarte sind meist vor Ort. Eine Laufbahn des Stadions könnte ganzjährig für das Lauftraining freigegeben werden.
Die Verwaltung weist allerdings darauf hin, dass Nutzungskonflikte mit Vereinen vermieden werden müssten. Bislang sind diese für die Pflege der Anlagen verantwortlich und haften im Schadensfall. Noch schwieriger dürfte sich eine gemeinsame Nutzung von Hallen durch Vereine und andere Gruppen und Einzelsportler gestalten. Ein digitales Buchungssystem für Sporttreibende und eine elektronische Türsteuerung sieht die Verwaltung als Voraussetzung. Schließlich könne man nicht an jeden einen Schlüssel herausgeben.
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Diesen Knackpunkt sieht auch CDU-Ratsherr Peter Kirf: „In den Hallen halte ich die Schwierigkeiten bei der Aufsichts- und Haftungspflicht für kaum lösbar. Wir dürfen auch nicht das wertvolle Engagement der Vereine außer Acht lassen, die für die Nutzung zahlen müssen.“ Bei den Außenanlagen sieht er größere Möglichkeiten. Den Interessen der Vereine dürften neue Regelungen aber auch dort nicht entgegenstehen.




