Mit Revolver bedrohtBrühler Senior im Haus gefesselt und ausgeraubt

In einem Einfamilienhaus in der Straße Am Römerkanal wurde der 72-Jährige gefesselt und ausgeraubt.
Copyright: Kreidler
Brühl – Es waren schreckliche Minuten. Ein 72 Jahre alter Mann wurde am Montag von vier maskierten Männern zu Hause überfallen. Die Straße Am Römerkanal in Brühl ist als ruhige Wohngegend bekannt. Einige Nachbarn kennen sich bereits seit vielen Jahren. Das, was sich am Montagabend dort abspielte, hat alle schockiert. Es war 18.15 Uhr, als es bei einem Bewohner der Einfamilienhäuser klingelte.
Der 72-Jährige war allein zu Hause. Als er die Haustür geöffnet hatte, ging alles blitzschnell. Vier Männer drängten ihn ins Haus zurück. Die Unbekannten hatten Masken über ihre Gesichter gezogen. Der Brühler konnte lediglich die Augen der Täter sehen. Einer hielt einen Revolver in der Hand und bedroht den 72-Jährigen. Die Männer hätten Deutsch mit osteuropäischem Akzent gesprochen, gab das Opfer später zu Protokoll.
Im Badezimmer eingesperrt
Die Täter hatten es auf die Wertsachen des Brühlers abgesehen. Sie wussten offenbar, dass es im Haus einen Tresor gibt. Der 72-Jährige wurde gefesselt und bedroht. Die Männer wurden handgreiflich, das Opfer erlitt Schürfwunden. Schließlich gab der Brühler den Tätern den Tresorschlüssel.
Das Martyrium dauerte etwa 20 Minuten. Der 72-Jährige wurde im Badezimmer eingesperrt. Die Beute ist beachtlich: Geld, Schmuck und mehrere Uhren ließen die Unbekannten mitgehen.
Als der Brühler hörte, dass die Räuber sein Haus verlassen hatten, befreite er sich selbst und verständigte die Polizei. Der Notruf ging um 18.36 Uhr bei der Kreisleitstelle der Polizei ein. Die Beamten schickten einen Streifenwagen zur Straße Am Römerkanal, gleichzeitig wurde eine Ringfahndung eingeleitet. Nachbarbehörden wurden informiert und beteiligten sich an der Fahndung.
Gesucht werden vier Männer, die alle zwischen 20 und 30 Jahre alt sein sollen. Bei der Tat waren sie auffällig bekleidet. Neben den schwarzen Masken trugen alle weiße Latzhosen mit aufgenähten Taschen in Brusthöhe.
Zwei Tatverdächtige sind etwa 1,80 Meter groß, die beiden anderen etwas kleiner. Das Opfer schätze sie auf 1,60 bis 1,70 Meter, teilt die Polizei mit.
Die Fahndung wurde am Abend ohne einen Hinweis abgebrochen. Die Polizei nahm eine Reihe von Spuren im Haus.
Die Beamten der Kriminalpolizei im Rhein-Erft-Kreis, die jetzt wegen schweren Raubes ermitteln, hoffen auch auf Zeugenhinweise. Wem am Montag oder auch einige Tage zuvor verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Straße Am Römerkanal aufgefallen sind, soll sich bei der Polizei melden. Hinweise unter 02233/520.
