Kommentar zu GestaltungsplänenGut angelegtes Geld für die Gesundheit Brühler Kinder

Im Rahmen des Projektes „Bespielbare Stadt“ malen Kinder ihren Schulweg mit Kreide nach.
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- Auf den ersten Blick erscheint es vermessen, angesichts eines engen kommunalen Haushalts in Brühl, eine sechsstellige Summe in Spielgeräte zu investieren.
- Doch Kinder zu Bewegung anzuregen und zum Spiel ist auch abseits von Sportplätzen und Turnhallen sinnvoll. Ein Kommentar.
Angesichts leerer öffentlicher Kassen dürfte das Ansinnen der Verwaltung, 200.000 Euro für Spielobjekte und Sitzgelegenheiten auszugeben, durchaus Kritiker auf den Plan rufen. Kinder, die sich bewegen wollen, können das doch auf Spielplätzen und im Sportverein tun, könnte man meinen.
Doch das ist zu kurz gegriffen. Für den Besuch von Trainingsstätten und attraktiven Spielplätzen braucht es Vereinsmitgliedschaften, Eltern als Chauffeur oder Begleiter und vor allem erst einmal die Motivation der Kinder. Dabei sind es letztlich die Erfahrungen des Alltags, die die Lust an der Bewegung vermitteln und Mut machen, der eigenen Geschicklichkeit zu vertrauen und Sport zu treiben.
Der Weg zur Schule oder Kita, der Gang zum Kumpel um die Ecke, die Meter zum Supermarkt – das alles gehört zu diesem Alltag. Es ist also durchaus sinnvoll, wenn Kinder auf diesen Strecken trotz dicht bebauter, aufgeräumter und vielbefahrener Straßen Gelegenheiten finden, zu balancieren, zu klettern, zu spielen oder zu hüpfen.
Wer denkt, 200.000 Euro seien diese Sache nicht wert, sollte einmal über die Kosten nachdenken, die mangelnde Bewegung den Krankenkassen und damit unserer Gesellschaft bescheren.

