Der Traubeneiche war im Rahmen der Brühler Baumzeit gepflanzt worden, nun erinnert nur noch ein Stummel an den Baum.
VandalismusUnbekannte fällen neu gepflanzten Baum in Brühl

Die im Rahmen der Brühler Baumzeit gepflanzte Traubeneiche wurde von Unbekannten gefällt.
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Mit einem besonders ärgerlichen Fall von Vandalismus sieht sich die Stadtverwaltung in Brühl konfrontiert. Unbekannte haben am Wochenende einen Baum gefällt, der erst kurz zuvor unter großer öffentlicher Beachtung gesetzt worden war.
Kinder einer Kita und Vertreter der Dorfgemeinschaft waren am Freitag vor einer Woche eigens zu einem Grundstück an der Einmündung der Straße An Hornsgarten in die Alte-Bonnstraße gekommen, um zu verfolgen, wie zum Abschluss der unterschiedliche Aktionen umfassenden Brühler Baumzeit eine Traubeneiche in den Boden gebracht wurde.
Vandalismus in Brühl: Stadt wird Anzeige gegen unbekannt erstatten
„Am Montag ist dann aufgefallen, dass der Baum mutwillig gekappt wurde“, so eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Dabei habe man den Baum auf städtischem Grund gepflanzt. Dort sollte er eine stattliche Höhe erreichen. Traubeneichen können mehr als 30 Meter groß und sehr alt werden. Sie gelten als Lebensraum von Insekten und damit auch als Vogelnährgehölz.
Ursprünglich hatte man beschlossen, dort den aktuellen Baum des Jahres, eine Amerikanische Roteiche, zu pflanzen. Doch die Art gilt als nicht heimisch. „Daher hat man sich nach Kritik von Fachleuten auf eine Traubeneiche verständigt“, so die Sprecherin. Inklusive der Pflanzung habe man dafür 1390 Euro investiert. „Wir sind fassungslos und enttäuscht“, tat die Stadtverwaltung via sozialer Medien kund.
Nun werde man Anzeige gegen unbekannt erstatten, erklärt die Sprecherin auf Anfrage dieser Zeitung. Der Baumstummel bleibe als Mahnmal stehen. Es ist nicht der erste Fall von Vandalismus, der die Stadt teuer zu stehen kommt.
Vor einigen Wochen haben Unbekannte das Sonnensegel zerschnitten, das den mobilen Sandkasten an der Bleiche, einem Platz in der Innenstadt, überspannte und die Kinder im Sommer vor zu starker Sonne schützen sollte. Solche Vandalismusschäden seien nicht nur teuer, sie schmälerten am Ende auch das Budget für notwendigen Neuanschaffungen und Verbesserungen im Stadtgebiet, so die Verwaltung.

