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Polizei durchsucht WohnungBrühler verletzt sich bei Chemikalien-Explosion schwer

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Polizei und Feuerwehrleute, die speziell auf den Umgang mit Chemikalien geschult sind, waren in Brühl an der Richard-Bertram-Straße im Einsatz.

Brühl/Rheinbach – Am vergangenen Freitag ist ein 63-jähriger Brühler bei einer Explosion in Rheinbach schwer verletzt worden. Der Brühler, der seinen Vater besucht hatte, soll in dessen Wohnung mit verschiedenen Chemikalien hantiert haben. Unter welchen Umständen es dann zur Explosion kam, ist noch unklar. Fest steht, dass außer dem Brühler niemand verletzt wurde. Jedoch wurden durch die Wucht der Explosion eine Glasscheibe und mehrere Möbelstücke zerstört.

Brühler Wohnung zum zweiten Mal durchsucht

Bereits in der Nacht zu Samstag durchsuchten die Einsatzkräfte auch die Wohnung des Mannes in Brühl an der Richard-Bertram-Straße. Am Dienstag um 10.30 Uhr rückten die Ermittler erneut in Brühl an. Polizeifahrzeuge standen quer auf der Richard-Bertram-Straße. Die Durchfahrt wurde für die Dauer des Einsatzes in beide Richtungen gesperrt. Auf beiden Seiten der Straße standen Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge.

Zum Einsatz kamen diesmal auch Experten der Analytischen Task Forces (ATF) der Feuerwehren Köln und Essen, die auf die Erkennung und Bekämpfung biologischer, chemischer oder radiologischer Substanzen geschult sind. Zudem waren Feuerwehrleute aus Brühl und Erftstadt, der Bereitschaftspolizei Köln sowie Kripobeamte aus Bonn und dem Rhein-Erft-Kreis in Brühl. Unter der Einsatzleitung von Brühls Stadtfeuerwehrchef Peter Berg wurde eine Notdekontaminationsstrecke aufgebaut, um im Fall einer Kontamination die Kollegen der ATF sofort behandeln zu können. Nochmals wurde die Wohnung durchsucht.

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Nach der Explosion wurden die Chemikalien sichergestellt.

Anschließend nahmen die Ermittler auch eine Gartenlaube an der Euskirchener Straße in Pingsdorf unter die Lupe. Mehrere unterschiedliche Chemikalien, aber auch die Computer des Mannes nahmen die Einsatzkräfte mit. Gegen 13 Uhr war der Einsatz beendet. Hinweise auf eine Gefährdung Dritter hat die Polizei zurzeit nicht. Es gebe allerdings Hinweise auf einen beruflichen Umgang des 63-Jährigen mit den Chemikalien. Polizeilich sei der Brühler in der Vergangenheit ein- bis zweimal, allerdings wegen anderer Delikte, in Erscheinung getreten.

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Weitere Ermittlungen sollen nun ergeben, was am vergangenen Freitag genau zur Explosion geführt hat und warum der Brühler Chemikalien in diesem Umfang in seiner sowie in der Wohnung seines Vaters gelagert hatte.