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Gaststätte in ElsdorfDas Bier läuft wieder

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Helmut Irion hat den „Grouvener Treff“ übernommen. Der Glescher hat viel Erfahrung, er betrieb Kneipen in Köln und Leverkusen.

Elsdorf-Grouven – Der „Grouvener Treff“ ist wieder geöffnet. Rund drei Jahre lang stand die einzige Kneipe in dem kleinen Stadtteil leer. Nun hat sie Helmut Irion übernommen. Er bringt viel Erfahrung mit: Bereits mit 26 Jahren betrieb der gebürtige Kölner das „Treppchen“ in Merkenich, zuletzt die „Kupferklause“ in Leverkusen-Rheindorf. Jetzt, mit 64 Jahren, suchte er ein Lokal in der Nähe seines Wohnortes Bergheim-Glesch. Über das Internet erfuhr Irion, dass ein Wirt für den „Grouvener Treff“ gesucht wird. Er nahm Kontakt zu den Inhabern, der Familie Haugk, auf, schaute sich die Räume an und war begeistert: „Das ist eine schöne Kneipe, die hat mir auf Anhieb gefallen.“

Der Vorteil sei auch, dass er nun nicht mehr so weit fahren müsse. Irion richtete die Gaststätte her, mit Musikanlage, neuem Zapf und einem Fernseher für Sportübertragungen. Auch eine Küche wurde eingebaut, denn es gibt eine kleine Speisekarte.

Offizielle Eröffnung am Freitagabend

Während die Kneipe geschlossen hatte, konnte sie dennoch für Vereinsfeiern und zu Karneval genutzt werden. „Wir können wirklich froh sein, dass der Eigentümer die Räume zur Verfügung gestellt hat“, betont Ortsvorsteher Dieter Buschmann. Jetzt haben sich bereits Vereine bei Irion gemeldet, die den „Treff“ wieder regelmäßig nutzen möchten, etwa für Versammlungen. Die Schützen und der FC Grouven sind darunter, und der Motorradclub wolle das Lokal wieder als Vereinsheim nutzen, so der Wirt. Drei Kegelklubs hätten sich auch schon gemeldet, um die zugehörige Kegelbahn zu nutzen. Die Kneipe kann zudem für besondere Anlässe gebucht werden. Einige Frauen werden dort etwa vor einer Karnevalssitzung gemeinsam frühstücken.

Obwohl die offizielle Eröffnung erst am Freitag ab 17 Uhr mit einem Imbiss gefeiert wird, wird im „Treff“ bereits seit einer Woche ausgeschenkt. Irion wollte die Gelegenheit nutzen, seine künftigen Gäste schon einmal kennenzulernen, und die nahmen das Angebot gerne an. „Die Grouvener freuen sich, dass die Kneipe wieder auf hat. Wir haben schon bald nicht mehr daran geglaubt“, weiß Buschmann.

Irion hat einiges geplant: Noch vor Karneval will er umbauen. Der hintere Bereich ist durch eine fensterartige Öffnung abgegrenzt. Die Wand unter der Öffnung kommt weg, statt dessen werden Glastüren eingebaut. So kann ein kleiner Saal für Versammlungen oder private Feiern abgetrennt werden. Für die Raucher wird der Innenhof schön hergerichtet. Eine weitere Idee des Wirtes, der von seiner Frau unterstützt wird, ist es, an den Sommerwochenenden nachmittags Kaffee und Kuchen anzubieten. Dann können Radfahrer und Spaziergänger in Grouven eine Pause einlegen.

Der „Grouvener Treff“ hat außer mittwochs ab 17 Uhr geöffnet, sonntags schon ab 11 Uhr.