Kunst in Erftstadt-LechenichStadtgraben wird mit Reproduktionen zum Kunstparcours

Lesezeit 2 Minuten

Viel Zuspruch von den Besuchern gab es für die veränderte Form des Erftstädter Kunstparcours.

Erftstadt-Lechenich – Kunstparcours einmal anders: Wegen der Corona-Pandemie und der strengen Hygiene-Regeln mussten die weißen Pavillons, unter denen die Mitglieder des Künstlerforums Schau-Fenster bei der traditionsreichen Veranstaltung üblicherweise ihre Kunstwerke zeigen, in diesem Sommer im Lager bleiben.

„In den Pavillons hätten sich maximal drei Personen aufhalten dürfen“, berichtet Vereinsvorsitzender Günter Warmbier. So entstand die Idee, diesmal keine Originale, sondern Reproduktionen auf Bannern und großformatigen Plakaten zu präsentieren, die entlang des Stadtgrabens zwischen den Bäumen und an Laternenmasten befestigt waren. „Wir waren uns einig, dass auf jeden Fall etwas stattfinden sollte“, erklärt Warmbier, „die Banner lassen sich außerdem vielseitig einsetzen und sind für die Künstler eine gute Investition.“

Banner und Plakate

„Ich war direkt begeistert“, so Malerin Gertrud Vercruysse. „Mit der Aktion machen wir auch in Corona-Zeiten die Kunst sichtbar, die an diesem Ort außerdem wunderbar in die Natur eingebunden ist. Und das Banner kann ich auch weiterhin gebrauchen.“ Dass die Künstler selbst nicht vor Ort waren, hält sie nicht für nachteilig: „Auf diese Weise wird die Kunst ganz dem Betrachter überlassen.“

Vercruysses Blumenbild fügte sich dabei ebenso gut in den Parcours ein wie die auf einem Ast sitzenden Vögel von Miriam Janczak. 20 weitere Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich – von der über 90 Jahre alten Lore Geusen bis zur 13-jährigen Ella Jamie Keller. Hingucker waren die einprägsamen Köpfe von Sabine Staas und die plakativen Gemälde von Rebekka Hönnerscheid.

Stimmungsvolle Fotos

Lange verweilten Spaziergänger vor der Fotocollage von Ursula Ockenfels. Einen ganzen Tag lang hat sie Menschen fotografiert, die am Steinhuder Meer vom Festland auf eine Badeinsel spazieren, und die Aufnahmen später zu einer Collage mit dem sprechenden Titel „Brückentag“ zusammengefügt. Auch die fotografischen Porträts von Carl Herrlich hinterließen einen starken Eindruck.

Vereinsvorsitzender Günter Warmbier hat die Wirkung seiner stimmungsvollen Fotos im eigenen Garten getestet, bevor sie ihren Platz beim Kunstparcours einnahmen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Der Auftakt war dem langjährigen Vereinsmitglied Christiane Lorber vorbehalten. Mit dem Fotografen Simon Hellmich war auch ein Vertreter der jüngeren Generation präsent.

Nachtmodus
KStA abonnieren