Mehrheit im Erftstädter AusschussKooperation soll Gesamtschule ermöglichen

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Die Räume in der Friesheimer Förderschule sind ab dem Sommer frei.

Die Räume in der Friesheimer Förderschule sind ab dem Sommer frei.

Erftstadt-Friesheim – Mit Stimmenmehrheit aus CDU und FDP beschloss der Schulausschuss, dass die Stadt offiziell Gespräche mit der Nachbarkommune Weilerswist aufnimmt, um in Räumen der früheren Don-Bosco-Schule in Friesheim eine Zweigstelle der Weilerswister Gesamtschule einzurichten. Die anderen Fraktionen dagegen halten es für notwendig, in Erftstadt eine eigene Gesamtschule einzurichten.

Laut Mehrheitsbeschluss im Ausschuss soll das Ziel der Abstimmung beider Kommunen sein, in Friesheim die gesamten fünften und sechsten Jahrgänge der Gesamtschule zu unterrichten. „Dabei sollte eine gemeinsame Schul- und Kostenträgerschaft durch Bildung eines Schulzweckverbands erfolgen“, hatte die Verwaltung dem Ausschuss vorgeschlagen.

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Wie Schuldezernent Jörg Breetzmann erläuterte, hatte es Anfang Mai bei der Regierungspräsidentin in Köln ein Gespräch über eine Gesamtschulkooperation von Erftstadt und Weilerswist gegeben. „Aus Sicht der Bezirksregierung wird eine solche Kooperation für sinnvoll erachtet und befürwortet.“ Dabei boten sich zwei Varianten zur Diskussion. Entweder zwei Schuljahrgänge in Friesheim zu unterrichten, oder aber die Zügigkeit in Weilerswist zu erhöhen, um dort mehr Jungen und Mädchen aus Erftstadt annehmen zu können. Für diesen Fall hätte Erftstadt sich dann an den Kosten angemessen beteiligen müssen. Dabei wäre auch die mögliche Rechtsform für die Kooperation zu prüfen gewesen.

Grundsätzlich stehe Erftstadt eine Kooperation mit der Nachbarkommune zwecks Errichtung einer eigenen Gesamtschule frei, teilte Breetzmann mit. Die Zustimmung der Bezirksregierung werde es jedoch nicht geben, wenn dadurch die Gesamtschule in Weilerswist gefährdet würde. „Sobald die Niederschrift des Schulausschusses vorliegt, wird die Verwaltung Kontakt mit Weilerswist aufnehmen und Gespräche führen“, erläuterte der Beigeordnete das weitere Vorgehen. Dabei gehe es um konkrete Daten für die erforderlichen Räume, Kosten und das pädagogische Konzept. Daraus werde eine Entscheidungsgrundlage formuliert, die von den Schulausschüssen beider Kommunen beraten und auch beschlossen werden müsste. Breetzmann: „Jetzt ist noch viel Feinarbeit zu leisten.“

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