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Räuber, Gewalttäter, DiebeDas sind die aktuellen Fahndungen der Polizei in Rhein-Erft

Lesezeit 2 Minuten
Polizei steht vor einem abgesperrten Gelände an einem Bauernhof.

Die Polizei (Symbolfoto) ist bei der Suche nach Verdächtigen auf die Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen.

Diese Fahndungen der Polizei sind im Rhein-Erft-Kreis gerade aktuell. Die Ermittler suchen Hinweise zu den bislang unbekannten Tätern.

Raub, Diebstahl, Körperverletzung: Tatverdächtige versuchen in vielen Fällen, sich den Fängen der Justiz zu entziehen. Für die Polizei werden öffentliche Fahndung dabei zu einem immer wichtigeren Instrument, um den mutmaßlichen Tätern auf die Spur zu kommen.

„Mit der Veröffentlichung von Fahndungen im Fahndungsportal NRW erhöht die Polizei NRW den Druck auf mögliche Straftäter oder erlangt Hinweise zu vermissten Personen“, erklärt Markus Niesczery, Pressesprecher beim Landeskriminalamt NRW auf Anfrage dieser Zeitung.

Auch im Rhein-Erft-Kreis sucht die Polizei derzeit nach Verdächtigen. Einzusehen sind diese Fahndungen auf dem digitalen Fahndungsportal der Polizei NRW

Fahndung: Diese Personen sucht die Polizei in Rhein-Erft

Die Polizei im Rhein-Erft-Kreis fahndet mit Bildern einer Überwachungskamera nach einem Mann, der am Mittwochmorgen, 25. Oktober, einen bewaffneten Raubüberfall in Kerpen begangen haben soll.

Der etwa 30 bis 40 Jahre alte Mann soll nach aktuellem Stand der Ermittlungen gegen 9.30 Uhr eine am Langenicher Ring gelegene Firma betreten haben. In einem Büroraum soll er dann eine 58 Jahre alte Angestellte mit einer Pistole bedroht haben. Der Bewaffnete forderte Geld, es kam zu einer Rangelei zwischen ihm und der 58-Jährigen. Dabei wurde die Angestellte leicht verletzt. Der Täter flüchtete offenbar mit einem E-Scooter in unbekannte Richtung.

Er wird als 170 bis 180 Zentimeter groß beschrieben. Sein kurzes, schwarzes Haar war seitlich grau und kurz rasiert. Seine Statur sei schlank und er trug einen Dreitagebart.

Der Gesuchte war mit einer schwarzen Jacke, einem schwarzen Schal, dunkler Jeanshose, dunklen Schuhen und einem schwarzen Rucksack bekleidet. Er hatte neben dem schwarzen Elektroroller eine schwarze Schusswaffe bei sich.

Hohe gesetzliche Hürden für polizeiliche Fahndungen

Vor allem digitale Fahndungen werden für die Polizei zu einem immer wichtigerem Hilfsmittel zur Verbrechensaufklärung. „Durch die Verlinkung mit Social-Media Kanälen wie beispielsweise Facebook, Instagram, Twitter und TikTok wird die Fahndung einem großen Kreis von Interessierten zugänglich gemacht“, so LKA-Pressesprecher Niesczery.

Die Herausgabe einer Fahndung, vor allem aber die Veröffentlichung von Fahndungsfotos eines Verdächtigen, wird nicht von der Polizei entschieden. Dafür gelten bundesweit einheitliche Regeln. Niesczery: „Jede Öffentlichkeitsfahndung muss zwingend durch ein ordentliches Gericht angeordnet werden oder bei Gefahr im Verzug durch Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft.“

Aufgrund der strengen gesetzlichen Vorgaben werden öffentliche Fahndungen deshalb oftmals mehrere Wochen nach der Tat herausgegeben.

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