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Fahrradstraßen in FrechenAnwohner befürchten ein großes Verkehrschaos

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In Koblenz gibt es bereits einige  Fahrradstraßen.

Frechen – Die Pläne der Stadt Frechen, in der Innenstadt Fahrradstraßen auszuweisen, sorgen bei vielen Anwohnern für Unmut. Einige von ihnen waren kürzlich zur Sitzung des Stadtrates gekommen, um ihrem Ärger Luft zu machen.

Einjährige Probephase in Frechen geplant

Das Konzept war den Bürgern während einer Informationsveranstaltung präsentiert worden. Vorgesehen ist demnach, einige Straßen im Bereich zwischen Freiheitsring und der Fußgängerzone in einem Modellversuch in Einbahnstraßen umzuwandeln.

Während einer einjährigen Probephase, die im Herbst beginnen könnte, dürfen sie nur noch von Fahrrädern in beiden Richtungen befahren werden. Die Alte Straße beispielsweise kann künftig von Autos nur noch in Richtung Hüchelner Straße befahren werden, auf der Hüchelner Straße geht es nur in Richtung Freiheitsring. In das Einbahnstraßen-System eingebunden sind außerdem die Klarengrundstraße, Bartmannstraße, die Hasenweide und die Keimesstraße.

Betriebe nur noch schwer erreichbar

Ihre Bedenken dagegen trugen einige Anwohner im Stadtrat während der Einwohnerfragestunde vor. Manche befürchten, dass es zu einem Verkehrschaos kommt und die Belastungen steigen – etwa durch Lastwagen, die sich aufgrund der komplizierten Einbahn-Regeln ihren Weg zum Freiheitsring durch die kleineren Straßen bahnen müssen.

Zudem seien manche Betriebe an den betroffenen Straßen durch die Änderungen nur noch schwer erreichbar, zum Beispiel eine Spedition an der Alten Straße. Man fühle sich nicht ernstgenommen, klagten die Anwohner; sie seien erst nach ihrer Meinung gefragt worden, als die Planungen schon weit fortgeschritten gewesen seien.

Mehr Sicherheit für Fahrradfahrer

Einige der Anregungen der Anwohner sollen nun noch einmal geprüft werden. Die Entscheidung über das Fahrradstraßenkonzept wurde in den Verkehrsausschuss verschoben, der im September tagt.

Wie der Technische Beigeordnete Robert Lehmann erläuterte, wolle man mit den Maßnahmen die Attraktivität des Fahrradverkehrs steigern und die Sicherheit für Radfahrer erhöhen. Vor und während der Probephase werde es Verkehrszählungen und Befragungen geben.

Parkplätze fallen wegen Fahrradstraßen weg

Lehmann wies während der Sitzung zudem darauf hin, dass es bei aller Kritik auch Befürworter des Konzepts gebe; so lägen der Verwaltung über 200 Unterschriften von Bürgern vor, die sich für die Fahrradstraßen aussprächen.

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Größere bauliche Maßnahmen sind für den Probetrieb nicht erforderlich. Schilder und Piktogramm müssen angebracht werden, auf der Keimesstraße und der Klarengrundstraße werden Verkehrsinseln entfernt. Zudem entfallen einige Parkplätze, etwa auf der Hüchelner Straße und vor dem Parkhaus an der Josefstraße.   

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