Laut Polizei soll die 58-Jährige den Wunsch gehabt haben zu sterben. Es gibt Zweifel, ob sie dies wegen ihrer psychischen Erkrankung ermessen konnte.
67-Jähriger in UntersuchungshaftGetötete Frau aus Frechen wollte angeblich sterben

Die Polizei rückte am Mittwoch zum Freiheitsring nach Frechen aus.
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Im Fall der am Mittwoch (22. April) in einem Frechener Mehrfamilienhaus getöteten Frau (58) hat das Amtsgericht Köln auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Er richtet sich wegen dringenden Verdachts des Totschlags gegen den 67-jährigen Lebensgefährten. Wie Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer auf Anfrage mitteilte, befinde sich der Mann in Untersuchungshaft.
Derweil werden weitere Zeugen vernommen, Spuren gesichert und die medizinischen Befunde ausgewertet. „Der Beschuldigte hat von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht“, so Bremer. Dem 67-jährigen wird vorgeworfen, seine offenbar psychisch kranke Partnerin auf ihren Wunsch hin getötet zu haben. Es gebe jedoch große Zweifel, dass die 58-Jährige aufgrund ihrer Erkrankung die Folgen dieser Entscheidung ermessen konnte.
Die Tat geschah in einem Mehrfamilienhaus am Freiheitsring. Dort nahm die Polizei den Verdächtigen am Mittwoch fest. Er soll sich nach der Tat selbst bei der Polizei gemeldet haben. Vergeblich hatten Rettungskräfte noch versucht, die Frau zu reanimieren. Sie starb letztendlich an den Folgen ihrer schweren Verletzungen im Krankenhaus. Ebenfalls am Donnerstag wurde die Frau in Köln in der zuständigen Gerichtsmedizin obduziert.