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KleidertauschPremiere in der VHS in Frechen war ein voller Erfolg – Großer Andrang

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Eine Frau schaut sich Kleidung an, die auf einen Tisch liegt.

Monika Stammler aus Frechen hat nicht nur viele Kleider mitgebracht, sondern auch viel Neues gefunden.

Antje Laacks, stellvertetende Leiterin der VHS, war begeistert, dass das neue Angebot auf Anhieb so gut bei den Bürgerinnen angekommen ist.

Schon vor dem eigentlichen Start hatte sich eine Warteschlange vor den Räumen der VHS in Frechen gebildet. Viele Besucherinnen und Besucher brachten Kleidung mit, die sie nicht mehr brauchten – und verließen die VHS mit neuen Lieblingsstücken. Dort, wo es sonst Schulungen und Kurse zu allen möglichen Themen gibt, ist an diesem Tag eine kleine Boutique entstanden.

Wir wollen hier ja auch ein Ort für Austausch sein
Antje Laacks, die stellvertretende Leiterin der VHS Frechen

Der Kleidertausch, der am Sonntag von 15 bis 18 Uhr stattfand, hat sich früh zu einem großen Erfolg entwickelt. „Ich bin wirklich begeistert“, sagte Antje Laacks, die stellvertretende Leiterin der VHS. Nicht alle neuen Veranstaltungen funktionierten direkt beim ersten Mal so gut. „Wir wollen hier ja auch ein Ort für Austausch sein“, betont Laacks.

Das funktioniert beim Kleidertausch hervorragend. Alle, die mitmachen wollen, können maximal zehn Kleidungsstücke abgeben. Dafür bekommen sie einen Bon. Bevor die Teile auf den Tischen einsortiert werden, werden sie von freiwilligen Helferinnen und Helfern überprüft, damit keine beschädigte Ware angeboten wird. Alle, die einen Bon haben, können sich dann so viele Sachen mitnehmen, wie sie möchten.

Frechen: Mehr Frauen als Männer

Der Kleidertausch richtet sich jedoch nur an Erwachsene. An der Veranstaltung nahmen deutlich mehr Frauen als Männer teil. Doch es gab auch eine kleine Ecke für Herrenkleidung. Oft sind Teilnehmende gleich mehrmals vorbeigekommen. Erst haben sie ihre Sachen abgegeben, dann sind sie in die Stadt gegangen. So konnten sie später noch neue Kleidung finden.

Organisiert wurde die Aktion von Mandy Williams-Wendl. Sie ist eigentlich Übersetzerin und Fachfrau für Nachhaltigkeit. Dadurch hat sie das Konzept des Kleidertauschs entdeckt. Beim Dorffest im vergangenen Jahr in Königsdorf hat sie das Projekt zum ersten Mal ausprobiert. Schon dort kam es sehr gut an. Zusammen mit vier Helferinnen hat sie nun den Kleidertausch in der VHS auf die Beine gestellt.

Auch ihre Tochter hat zusammen mit einer Freundin geholfen. „Ich bin wirklich begeistert, wie gut es läuft“, sagt Williams-Wendl, „es fragen auch schon viele Leute, wann der Kleidertausch das nächste Mal stattfindet.“ Auch Monika Stammler ist von dem Konzept überzeugt. „Eigentlich gehe ich ungern Kleider kaufen“, sagt sie, „aber hier entdeckt man Dinge, die man sonst nicht gefunden hätte“.

Sie selbst hat acht Teile abgegeben und selbst schon wieder sieben neue gefunden. Also fast perfekt für die Kreislaufwirtschaft beim Kleidertausch. Sachen, die am Ende übrig bleiben, werden für soziale Projekte wie das Rote Lädchen in Frechen gespendet. Künftig soll der Kleidertausch zweimal im Jahr stattfinden. Weiterhin zum Beginn des Frühlings und noch einmal zum Ende des Sommers. Wenn man sich bei der Veranstaltung umhört, bekommt man das Gefühl, dass es sogar noch häufiger sein könnte.