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SpendenaktionBewohner haben nach Brand im Flüchtlingsheim in Frechen fast alles verloren

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Das Bild zeigt Feuerwehrleute vor einer Flüchtlingsunterkunft in Frechen.

Die Feuerwehr Frechen löschte den Brand der Flüchtlingsunterkunft. Die Bewohner blieben unverletzt, verloren aber fast ihr ganzes Hab und Gut.

Vereine und Stadt rufen zu Sachspenden auf. Zwei Abgabetermine in der Schützenstraße in Frechen.

Durch den Brand in der Flüchtlingsunterkunft in Frechen an der Norkstraße am vergangenen Freitag haben viele Bewohner ihr Hab und Gut verloren. Im Keller war der Brand ausgebrochen, Qualm zog durch das ganze Gebäude. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Stadtverwaltung Frechen hat nun einen Aufruf für Sachspenden gestartet. Zuvor war von mehreren Vereinen und Initiativen der Impuls gekommen, schnellstmöglich zu helfen: Das sind der Sozialdienst katholischer Frauen, bestehend aus dem Team Frühe Hilfen und der Schwangerschaftsberatung Esperanza, die evangelische Kirche, die katholische Kirche, Miteinander-Füreinander und die Flüchtlingshilfe Frechen. Die Stadt koordiniert die Spendenaktion.

Gezielte Unterstützung für die Familien

Bürgermeister Uwe Tietz (SPD): „Ich danke den Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern für ihre spontane Bereitschaft zur Hilfe und dieses Zeichen gelebter Solidarität mit den Geflüchteten. Ich hoffe auf eine große Spendenbereitschaft.“ Um die betroffenen Familien schnell und gezielt zu unterstützen, bitten die Vereine dringend um folgende Spenden: Kinderwagen, Kinderkleidung, Spielzeug für Kinder von 0 bis 6 Jahren, Baby- und Pflegeartikel, Schwangerschaftskleidung sowie Pfannen, Töpfe und Geschirr. Die beteiligten Vereine und die Stadt Frechen bitten um Verständnis, dass ausschließlich Spenden in dieser genannten Art angenommen werden können, da leider keine weiteren Lagerkapazitäten zur Verfügung stünden.

Noch keine Erkenntnisse zur Brandursache

Um die Spenden koordiniert und gebündelt entgegennehmen zu können, wurde ein zentraler Ort mit zwei Terminen festgelegt. Bei der Polizei laufen derweil noch weitere Ermittlungen zur Brandursache. Die Polizeipressestelle teilte gestern auf Nachfrage mit: „Die zuständigen Kriminalbeamten haben die Spuren am Brandort dokumentiert und gesichert. Die Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache sowie die Auswertung der Spuren dauern an.“ Der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes hatte bemerkt, dass ein Brand ausgebrochen war und verständigte die Feuerwehr. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Der Keller ist sehr verwinkelt. Gegenstände lagerten in den Gängen. Die Einsatzkräfte hatten alle Mühe, bis sie den eigentlichen Brandherd gefunden hatten. Überwiegend wohnten Familien mit Kindern und Babys in der Unterkunft – insgesamt 44 Menschen.

Sie wurden auf die drei andere Unterkünfte am Mühlenbach, Alte Feuerwache und Willi-Giesen-Halle in Frechen verteilt. Spenden werden am Samstag, 24. Januar, 12 bis 15 Uhr, und am Donnerstag, 29. Januar, 15 bis 18 Uhr, in der Schützenstraße 7-9 angenommen. Kommentar