Nach AnwohnerprotestenFürs Hürther „Laternchen“ wird neu geplant

Der Bau, in dem die Gaststätte „Zur Laterne“ untergebracht war, soll durch einen Neubau ersetzt werden.
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Hürth-Efferen – Drei Jahre ist es inzwischen her, dass in der Gaststätte „Zur Laterne“ nach mehr als einem Jahrhundert das Licht ausgeknipst wurde. Der neue Eigentümer will den verfallenen Backsteinbau abbrechen und durch einen Neubau ersetzen, in dem neben Wohnungen auch wieder eine Gaststätte mit Biergarten untergebracht werden soll. Doch das Bauprojekt ist nach Protesten aus der Nachbarschaft ins Stocken geraten. Nun soll noch einmal neu geplant werden.
Bereits im Februar 2019 hatte der Planungsausschuss beschlossen, einen Bebauungsplan für die 7000 Quadratmeter große Fläche zwischen Bachstraße und Sandweg aufzustellen, auf der auch das „Laternchen“ steht. Damit soll auch sichergestellt werden, dass das Lokal, mit dem viele Efferener einige Erinnerungen verbinden, nicht durch eine reine Wohnbebauung ersetzt wird.
Anwohner in Efferen sorgen sich um ihre Nachtruhe
Als Zugeständnis an den Bauherrn soll das Areal als „urbanes Gebiet“ ausgewiesen werden. Das ermöglicht eine dichtere Bebauung. Auch bei der Gebäudehöhe an der Bachstraße will die Stadtverwaltung dem Investor entgegenkommen und drei statt zwei Etagen erlauben.
Doch der Entwurf für den Bebauungsplan, der auf einer Bauvoranfrage des Investors beruht, traf im Sommer vergangenen Jahres auf viel Kritik in der Nachbarschaft. Bemängelt wurde vor allem, dass der Biergarten nach hinten aufs Grundstück verlegt werden soll und damit dicht an die Wohnbebauung im Hinterland heranrücken würde. Viele Anwohner fürchten deshalb um ihre Nachtruhe.
Hürther Bürgermeister will den Biergarten vor den Neubau verlegen
„Wir haben aufgrund der Bürgerproteste die Planung noch einmal verändert“, sagt Bürgermeister Dirk Breuer. Er schlägt nun eine „Loggia-Lösung“ vor: Das Gebäude soll ein Stück weit von der Bachstraße abrücken, das Erdgeschoss zurückspringen und der Biergarten dann davor zur Straße hin angelegt werden.
Bislang sind sich Stadtplaner und Bauherr aber noch nicht einig geworden. Knackpunkte sollen die Bauhöhen und die Frage sein, ob hinter dem Gebäude einige Parkplätze angelegt werden dürfen, die vom Sandweg aus angefahren werden. Auch dagegen hatten die Nachbarn protestiert.
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Der Planungsausschuss hat unterdessen die schon vor drei Jahren beschlossene Veränderungssperre für das Areal noch einmal um ein weiteres Jahr verlängert. Damit soll Zeit für weitere Verhandlungen über das Bauprojekt gewonnen werden. Nach Angaben von Stadtbaudirektor Manfred Siry hat inzwischen auch der Architekt angekündigt, dass er im Auftrag des Bauherrn einen neuen Entwurf für den Nachfolger des „Laternchens“ vorlegen werde. Bürgermeister Breuer sicherte zu, dass es zu den neuen Plänen eine weitere Bürgerbeteiligung geben werde.



