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Hürther feiern 60. Hochzeitstag
Im Klubheim des 1. FC Köln lernten sie sich kennen

Lesezeit 3 Minuten
Sibilla und Ernst Dieter Rodenkirchen 

Sibilla und Ernst Dieter Rodenkirchen 

Hürth-Hermülheim – Sie sind beide echte kölsche Kinder: Sibilla Rodenkirchen, geborene Dötsch (82), und der ein Jahr ältere Ernst Dieter Rodenkirchen. Sibilla Rodenkirchen wuchs in Sülz auf, machte nach der Schule eine kaufmännische Lehre bei einem Kölner VW-Autohaus und wechselte später zu einer Stahlbaufirma.

Mit der Autosparte hatte auch Ernst Dieter Rodenkirchen, aufgewachsen in Ehrenfeld, zu tun. Er wurde bei den Ford-Werken zum Maschinenbautechniker ausgebildet und blieb dem Unternehmen mehr als 42 Jahre treu. Diese Zeit wurde nur durch 18 Monate Grundwehrdienst unterbrochen. Als Betriebsmittelingenieur kümmerte er sich später um die technische Einrichtung von Autofabriken.

Hürther arbeitet in Frankreich, England, Spanien und Portugal

Neben Köln wurde er zum Aufbau von Fabrikationsstätten nach Frankreich, England, Spanien und Portugal geschickt, wobei er auch schon mal mehr als eineinhalb Jahre am Stück weg war. „Bei seinem langen Aufenthalt in Portugal war ich mit runtergefahren und habe das Land erkundet“, erzählt die Jubilarin.

Kennengelernt hat sich das Paar im September vor 63 Jahren im Klubheim des 1. FC Köln. „Das war damals eine beliebte Adresse an Wochenenden, wo man sich auch zum Tanztee oder zur Silvesterfeier traf“, erzählt der Jubilar. „Ich hatte sie gesehen und mehrfach aufgefordert“, beschreibt er die Anfänge. Bis die Verbindung fester geworden sei, habe es jedoch ein Weilchen gedauert. 1960 feierte das Paar Verlobung, und am 5. Oktober gaben sich die beiden in Sülz vor dem Standesbeamten das Jawort. Mit der Kutsche ging es dann nach Efferen zur Trauung in der Pfarrkirche Mariä Geburt.

1991 kauften die Rodenkirchens ein Haus in Hermülheim

Die erste Wohnung waren zwei Zimmer im Haus der Großmutter von Sibilla Rodenkirchen in Efferen. 1962 kam der Sohn zur Welt, und 1964 zog die Familie nach Sülz. 1991 kauften die Rodenkirchens ein Haus in der Nähe der Feuerwache in Hermülheim. 20 Jahre später folgte der Umzug an den Hürther Bogen. „Uns war das Haus mit seinem Garten zu groß geworden.“

Seine Freizeit verbrachte das Paar beim Kegeln oder Tennis im KTC Blau-Weiß. „Wir spielten aber nicht nur, wir engagierten uns auch“, sagt Sibille Rodenkirchen. Er war lange Sportwart, sie arbeitete im Vereinsbüro. Daneben sind sie inaktive Mitglieder beim Gesangverein in Fischenich und bei den dortigen St. Hubertus-Schützen. Auch in der Dorfgemeinschaft ist das Paar.

Im Winter ging es zum Skilaufen nach Filzmoos, in den Schwarzwald oder nach Verbier. Neben Kurzurlauben im Ferienhaus an der belgischen Küste genoss man die Sommer gern in Italien und Spanien, wo die Eheleute bedingt durch den Beruf des Mannes viele Freunde haben. Viele Fotografien dokumentieren diese Jahre.

Seine diamantene Hochzeit feiert das Paar der Situation entsprechend im kleinen Kreis.

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