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Kommentar zu Fahrradparkplätzen in HürthBei der Verkehrswende ist mehr Mut gefragt

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Hürth möchte zur fahrradfreundlichen Stadt werden. Doch der Weg dorthin ist lang und steinig.

Hürth – Der Weg zur fahrradfreundlichen Stadt ist lang und steinig. Das bewies die Diskussion um die Fahrradabstellanlagen einmal mehr. Gut ein Jahr brauchte man in Hürth, um sich auf 15 Standorte zu einigen. Kaum zu glauben, dass ein paar Stahlbügel schon so viel Konfliktpotenzial bergen, weil sie einige Quadratmeter Parkfläche kosten könnten.

Wer es ernst meint mit der Mobilitätswende, der wird die knappen Verkehrsflächen neu ordnen müssen. Das bedeutet im Zweifel, dass man Autofahrern Straßen- und Parkflächen wegnimmt. Auch der Platz für gut ausgebaute Radwege muss irgendwo herkommen, im Zweifel von der Straße. Das macht Radfahren attraktiver. Und Autofahren unattraktiver. Beides wird nötig sein, um voranzukommen.

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Natürlich machen sich Lokalpolitiker nicht nur Freunde, wenn sie den Autofahrern den knappen Parkraum weiter beschneiden. Der Widerstand dürfte aber geringer werden, je attraktiver die Alternativen sind. Außerdem wächst eine Generation heran, denen der Führerschein nicht mehr so wichtig ist. Jetzt ist auch Mut gefragt. Damit es bei der Verkehrswende nicht bei Lippenbekenntnissen bleibt.