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Großbrand in Hürth gelöschtUrsachenforschung der Polizei beginnt

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Das Bild zeigt zwei abgebrannte Lagerhallen.

Zwei Lagerhallen brannten völlig nieder.

Die Löscharbeiten von Feuerwehr und THW in Hürth-Kalscheuren dauerten die ganze Nacht und den Dienstag an.

Dichter, beißender Rauch hing am Dienstag über der Einsatzstelle An der Hasenkaule im Gewerbegebiet in Hürth-Kalscheuren. Direkt neben dem Euronova Campus waren aus noch nicht geklärter Ursache am Montagmittag zwei rund 5500 Quadratmeter große Lagerhallen der Firma Omnideal in Flammen aufgegangen. Erst am Montagabend war das Feuer unter Kontrolle. Die Löscharbeiten hielten die Feuerwehr und die Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) die ganze Nacht zu Dienstag in Atem.

„Wir haben hier einen Schaumteppich gelegt – haben die Einsatzstelle quasi eingeschäumt“, erklärte Hürths Feuerwehrsprecher Helmut Schmitz am Dienstag. Mit fünf Radladern fuhren die Ehrenamtler des THW das teils noch glimmende Brandgut aus den Trümmern der Halle, wo es von Feuerwehrleuten noch einmal abgelöscht werden musste. „Ich bin seit Dienstagmorgen um vier Uhr hier“, erzählte Frank Meuser, einer der Helfer vom THW. Seine Ablösung sei für 14 Uhr geplant. Seit Stunden fuhr er mit einem Radlader in die Brandstelle, lud die Schaufel voll und brachte die Teile aus der eingestürzten Halle.

Das Bild ist einer Drohneaufnahme und zeigt zwei brennende Lagerhallen.

Das Feuer hatte sich in den großen Lagerhallen schnell ausgebreitet.

„Das wird noch Stunden so weitergehen, vermutlich bis heute Abend“, sagte Schmitz. Die ganze Nacht über und auch am Dienstag waren ständig etwa 160 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Rhein-Erft-Kreis und vom Technischen Hilfswerk an der Einsatzstelle. „Wir hoffen, im Laufe des Tages auch die Außenwände der Hallen niederreißen zu können“, erklärte Schmitz die anstehenden Maßnahmen. Ausdrücklich warnte er davor die Flocken des Löschschaums, die durch die geänderte Windrichtung in Richtung Hürth-Zentrum wehten, zu berühren. Sie seien zwar nach Einschätzungen der Feuerwehr Hürth unkritisch – gleichwohl sei nicht auszuschließen, dass Rußpartikel an ihnen haften. „Die Feuerwehr hat ganz fantastisch gearbeitet“, lobten mehrere Beschäftigte der angrenzenden Büros die Einsatzkräfte am Brandort.

„Der Anblick der hohen Flammen war beängstigend“, erinnerte sich eine Mitarbeiterin. Andere erzählten, dass sie beim Anblick des Feuers in Panik geraten seien. Verletzt wurde bei dem Großbrand niemand. Der Feuerwehr gelang es durch massiven Löscheinsatz, angrenzende Gebäude vor den Flammen und vor Schäden zu schützen. Britta Diestung, die gleich nebenan eine eigene Deko-Firma betreibt, hatte den Brand bemerkt, als die Flammen durch das Hallendach schlugen. Auch sie bedankte sich bei der Feuerwehr. Denn auch sie musste Sorge um ihre Existenz haben, als die Flammen meterhoch aus dem Nachbargebäude schlugen.

Die Feuerwehr hoffte am Mittag, dass die Löscharbeiten bis zu den Abendstunden beendet sein würden. Dann wird die Polizei die Arbeit aufnehmen können, um nach der Brandursache zu forschen. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, war noch völlig offen.