Fünf Jahre lang wurden die Kinder in Zwischenquartieren betreut. Zuletzt durchkreuzte ein Wasserschaden im Rohbau den Zeitplan für den Umzug.
SchlüsselübergabeKita Burgwichtel in Hürth mit fast anderthalb Jahren Verspätung eröffnet

Vor zahlreichen Besucherinnen und Besuchern übergab Bürgermeister Dirk Breuer den Schlüssel zur Kita Burgwichtel an die Leiterin Sabrina Junghans-Löhe.
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Nach rekordverdächtig kurzer Bauzeit sollte der Neubau der Kita Burgwichtel auf einer Freifläche an der Straße Am Sonnenhang stehen. Doch dann durchkreuzte ein Wasserschaden im Rohbau den ambitionierten Zeitplan. Mit fast anderthalb Jahren Verspätung konnte die städtische Einrichtung jetzt ihre hellen Räume mit großzügiger Außenanlage beziehen. Rund 5,1 Millionen Euro hat die Stadt investiert.
„Die Burgwichtel haben eine lange Reise hinter sich“, sagte Bürgermeister Dirk Breuer bei der symbolischen Schlüsselübergabe an Kita-Leiterin Sabrina Junghans-Löhe. Deutlich länger als geplant war der Kindergarten zuvor in einem Provisorium in der ehemaligen Jugendherberge auf dem Hürtherberg untergebracht.
Hürth: Suche nach einem geeigneten Grundstück für die Kita war schwierig
Bereits 2021 hatte die Kita ihre angemieteten Räume im Ortskern wegen anhaltender Feuchtigkeits- und Schimmelprobleme verlassen. Die Stadt entschied sich daraufhin für einen Neubau, doch die Suche nach einem geeigneten Grundstück in Kendenich gestaltete sich schwierig.
Der gewählte Standort Am Sonnenhang war zunächst nicht unumstritten, weil er nah am Chemiepark Knapsack liegt. Zwar befindet sich die Kita knapp außerhalb der vorgeschriebenen Abstandszone für Störfälle, dennoch wurden zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen eingeplant, darunter eine akustische Warnanlage und automatisch schließende Lüftungsklappen.
Hürth: Wasserschäden durchkreuzten den Zeitplan für die Eröffnung
Beim Spatenstich im Januar 2024 war die Stadt noch davon ausgegangen, dass der eingeschossige Neubau bereits im Herbst fertiggestellt sein könnte. Doch dann verursachte ein erst nach Tagen entdecktes Leck an einem Heizungsrohr einen schweren Wasserschaden. Die Sanierung des weitgehend fertiggestellten Gebäudes war aufwendig: Der komplette Bodenaufbau musste erneuert werden. Ein weiterer Wasseraustritt im Sommer 2025, ausgelöst durch ein defektes Druckminderungsventil, warf die Arbeiten erneut zurück.
Nach Ostern konnten die Burgwichtel dann endlich in ihre neue Kita umziehen. In der fünfgruppigen Einrichtung werden 101 Kinder von einem 18-köpfigen Team betreut. „Wir haben uns mittlerweile gut eingelebt“, berichtete die Leiterin Junghans-Löhe. „Die Kinder sind glücklich, und das ist die Hauptsache.“
Auch Bürgermeister Breuer sprach bei der Schlüsselübergabe von einem „guten Tag, vor allem für die Kinder“. Der Neubau sei eine „Investition in die Zukunft der Kinder in unserer Stadt“.
