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Schimmel in der LuftSo geht es mit dem Unterricht an der Kerpener Gesamtschule weiter

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Das Dach der Gesamtschule mit Baumaterialien, vor dem Gebäude steht ein Gerüst.

Die Stadt arbeitet daran, die Decke der Schule nun wasserdicht zu machen.

Es gibt keinen Schimmel mehr in den Gebäuden von Realschule und Gesamtschule. Ab Montag geht für die Kerpener Schüler also der Präsenzunterricht wieder los.

Mit zwei Wochen Distanzunterricht sind die Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule und der Realschule Kerpen ins neue Schuljahr gestartet. In einigen Fachräumen hatte die Stadt nach einem Wasserschaden eine hohe Belastung der Luft mit Schimmelpilzsporen festgestellt. Nun liegen der Stadt die Ergebnisse einer weiteren Luftmessung vor – und sie gibt Entwarnung. Für die Schüler geht ab Montag der Unterricht im Schulgebäude wieder los.

Laut Stadt gibt es keine erhöhte Schimmelbelastung mehr in den Schulgebäuden. Die jeweiligen Schulleitungen seien informiert und würden nun entscheiden, wie die Räume für den Unterricht genutzt werden könnten. Dadurch sei zwar noch immer kein „Normalbetrieb“ möglich, sagt der Erste und Technische Beigeordnete Thomas Marner. „Ich freue mich aber doch, dass jetzt wieder mehr Präsenzunterricht stattfinden kann.“ Die Stadt arbeite weiter daran, das Ziel „Normalbetrieb“ zu erreichen.

Wasserschaden nach Dacharbeiten

In den Sommerferien fanden am Dach der Schule Arbeiten statt. Während der Arbeiten kam es zu schweren Regenfällen, Wasser drang in die Fachräume für Naturwissenschaften und Musik ein. Eltern, die ehrenamtlich in der Schule gearbeiteten haben, stellten den Schaden fest und bemerkten Schimmel an verschiedenen Stellen. Die Stadt beauftragte sofort Fachunternehmen und ordnete Sonntagsarbeit an. Doch mit einer Luftmessung wies sie eine immer noch zu hohe Sporenbelastung in den Schulräumen nach. Stadt und Schulleitung ordneten Distanzunterricht für die Schüler an.

An diesem Wochenende werden die Arbeiten zur Demontage der Deckenkonstruktionen fortgeführt. Anfang der kommenden Woche sollen dann die Verkabelungen an den Decken gesichert und zwei feuerbeständige Wände an einem Treppenhaus errichtet werden. Priorität hat laut Stadt, zeitnah im ersten Obergeschoss weitere Räume für den Unterricht freigeben zu können.