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EinwurfDarum befürchtet Experte aus Pulheim eine hohe Niederlage des 1. FC Köln

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Zu sehen ist Björn Effertz.

Björn Effertz aus Pulheim ist Fußballtrainer. Er befürchtet eine hohe Niederlage des FC gegen Dortmund. 

Der 1. FC Köln trifft am Samstag (7. März) auf Borussia Dortmund. Der Brauweiler Fußballtrainer Björn Effertz sieht die Erfolgsaussichten der Gastgeber skeptisch. 

Der 39-Jährige Pulheimer zeigt im Gespräch mit Matthias Breuer mithilfe seiner App auf, warum sich Köln im Abstiegskampf Sorgen machen sollte und die Meisterschaft zum 25. Spieltag noch offen ist.

Seit über einem Jahr sind Sie mit Ihrer „impence Player-App“ online, um die Wertigkeit von Fußballern für ihre Vereine in einer einfachen Zahl widerzuspiegeln. Wie wird die App angenommen?

Wir sind glücklich mit unserer Entwicklung. Es wurden erste Sponsorenverträge abgeschlossen, weil wir den Score vor allem als Infotainment-Angebot vermarkten können, wenn wir den Spieler des Monats der Mittelrheinliga mithilfe unseres Scores ermitteln. Mit unseren Partnern werden wir zudem mit dem All-Star Game (13. Mai) in Köln ein Event starten, bei dem wir die besten Spieler des Mittelrheins auf einem Platz zusammenbekommen, um für Kinder und Familien Spenden zu sammeln, die täglich gegen den Krebs kämpfen.

FC-Star Said El Mala schlägt in seiner ersten Saison voll ein, weshalb sich die Fanszene mehr Einsatzzeit für ihn wünscht. Ihre App zeigt allerdings auf, dass der tatsächliche Einfluss von El Mala gar nicht so groß ist. Untermauert Ihre App Lukas Kwasnioks Umgang mit ihm?

Unser Scorewert ist bei El Mala nicht so groß, weil der Trainer entscheidet, ihn nicht so oft spielen zu lassen – mit mehr Einsatzzeiten würde sein Wert sicher höher liegen. Dennoch ist es so, dass der FC im Laufe von El Malas Einsatzzeit genauso viele Gegentore kassiert, wie das Team mit ihm kreieren kann. Wenn er also ein Unterschiedsspieler sein sollte, müsste er eigentlich eine positive und keine ausgeglichene Bilanz aufweisen.

Aus den letzten vier Spielen gab es nur einen einzigen Punkt beim FC zu bejubeln, und zurzeit führt Ihre App den FC als zweitschwächstes Team der Liga auf. Wird der FC-Coach den Saisonendspurt noch miterleben?

Die Vergangenheit im Fußball hat aufgezeigt, dass negative Trends keine guten Auswirkungen auf Langzeitanstellungen haben. Der Klassenerhalt wird mindestens das erklärte Ziel der Kölner sein, und wenn dieses Ziel weiterhin in Gefahr steht, dann werden die Verantwortlichen hinter Kwasniok sicherlich nach einfachen Lösungen suchen, um dieses Ziel zu erreichen. Als langjähriger Beobachter des FC würde ich darum die Prognose aufstellen, dass dem aktuellen Trainer nicht mehr viel Zeit bleibt.

Der BVB gilt nach seiner Niederlage gegen Bayern für viele als erster Verlierer der Spielzeit. Ist die Meisterschaft für den BVB gelaufen?

Das Meisterschaftsrennen ist für Dortmund noch nicht gelaufen. Sie haben immer noch Chancen, es liegt allerdings an den Bayern, wie eng es noch werden kann. Die Teamscores der App zeigen zumindest auf, dass die Teams leistungsmäßig nicht meilenweit auseinander liegen.

Ihre App sieht hingegen den BVB weit vor dem FC im direkten Vergleich. Wetten Sie gegen Ihre eigene Maschine?

Als absoluter Köln-Fan fürchte ich, dass der FC keine Punkte holen und es eine deutliche Niederlage geben wird. Ich hoffe darauf, dass die aktuelle Trainerfrage Kräfte bei den FC-Spielern für einen Achtungserfolg mobilisiert, sodass sie entgegen aller Wahrscheinlichkeiten etwas Zählbares holen. Ich wette jedoch auf ein 3:0 für den BVB.