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RotdornwegAcht Verletzte bei Brand in Pulheim

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Brand in Pulheim

Pulheim – Acht Personen, darunter zwei Feuerwehrmänner, sind in der Nacht von Freitag auf Samstag bei einem Brand in Pulheim verletzt worden. Vier der Verletzten, darunter ein Feuerwehrmann, mussten nach einer notärztlichen Erstversorgung an der Einsatzstelle in die Krankenhäuser nach Frechen und Dormagen gebracht werden.

Kurz vor Mitternacht hatten Rauchmelder die Bewohner des Hauses 15 am Rotdornweg aus dem Schlaf gerissen. Dicker Rauch zog aus den Kellerräumen ins Treppenhaus. Die Bewohner schlugen sofort Alarm, liefen aus dem Haus und konnten sich in Sicherheit bringen. Nach wenigen Minuten waren die ersten Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache und des Löschzugs Pulheim am Rotdornweg.

Da sich niemand mehr im Haus befand, begann die Feuerwehr sofort mit der Suche nach dem Brandherd. Unter Atemschutz waren zwei Männer der Wehr gerade in den Kellerräumen, als sich der mehrere Hundert Grad heiße Rauch entzündete. Fluchtartig mussten sich die beiden Männer in Sicherheit bringen.

Dabei ging kurzzeitig der Funkkontakt zur Einsatzleitung verloren. Niemand wusste in der Situation, wo sich die beiden Männer in dem verwinkelten und brennenden Keller aufhielten. Sie machten sich jedoch schnell bemerkbar. Sie hatten sich verletzt, konnten aber in Sicherheit gebracht werden. Ein Feuerwehrmann zog sich dabei vermutlich eine Rauchvergiftung zu, teilte die Feuerwehr mit. Der Notarzt untersuchte auch seinen Kameraden, der glücklicherweise mit leichten Blessuren davon gekommen ist blieb.

Einsatzleiter und Leiter der Feuerwehr Pulheim, Brandinspektor Ralf Rahn, forderte zur Unterstützung weitere Löschzüge aus dem Stadtgebiet und aus Bergheim-Glessen an. Insgesamt waren 80 Kräfte im Einsatz. Die starke Rauchentwicklung breitete sich in dem gesamten Wohngebiet aus. Aufgrund der milden Temperaturen hatten einige Anwohner ihre Fenster geöffnet. Sechs Anwohner atmeten offenbar den Rauch ein und mussten von einem der insgesamt drei eingesetzten Notärzte untersucht werden. Alle Patienten wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Die Polizei warnte über Lautsprecher die Bevölkerung und forderte sie auf Türen und Fenster geschlossen zu halten. Da zunächst nicht klar war, wie viele Anwohner sich noch melden würden, wurde über das Stichwort "ManV I" (Massenanfall von Verletzten) weitere Vorbereitungen getroffen. Mehrere Rettungswagen aus der Umgebung mit insgesamt 20 Rettungsassistenten eilten nach Pulheim und hätten sofort helfen können, wenn es weitere Verletzte gegeben hätte. Doch Rettungsassistenten mussten glücklicherweise nicht mehr einschreiten.

Aus  Sicherheitsgründen wurde die Gaszufuhr und die Stromversorgung am Haus abgeschaltet. Erst in den Morgenstunden war  der Brand gelöscht. Das Haus ist nach Angaben der Feuerwehr zur Zeit nicht bewohnbar. Zur Brandursache konnten noch keine Angaben gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlung aufgenommen.