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Stadtverwaltung nimmt Stellung
Warum der Guidelplatz in Brauweiler nicht bepflanzt wird

Lesezeit 4 Minuten
Auch zur Gestaltung des Guidelplatzes nahm die Stadtverwaltung Stellung.

Auch zur Gestaltung des Guidelplatzes nahm die Stadtverwaltung Stellung.

Der Guidelplatz ist immer wieder im Zentrum der Kritik. Doch einladender wird er nicht. 

Was können die Bürgerinnen und Bürger in Brauweiler in den kommenden Monaten oder gar Jahren von der Stadt erwarten? Welche Projekte stehen auf dem Programm, welche sind abgeschlossen und was passiert sonst noch? Zu einer Informationsveranstaltung zu diesem Themenkomplex hatte die Stadtverwaltung in den Kaisersaal der Abtei eingeladen, und der Andrang zeigte: Es besteht Informationsbedarf.

Guidelplatz

Zur immer wieder auftauchenden Frage, warum es auf dem Guidelplatz nicht mehr Grün gibt, wurde erklärt, dass durch die darunter liegende Tiefgarage einer Bepflanzung enge Grenzen gesetzt sind. Außerdem sind wegen der Bebauung die Belange des Brandschutzes zu berücksichtigen. Das Gelände muss für die Feuerwehr befahrbar bleiben. Außerdem hofft die Stadt darauf, dass der seinerzeit vorgesehene Brunnen auf der rechten Platzseite noch in diesem Jahr errichtet wird. Geplant ist ein fünf mal ein Meter langer Brunnen in Trogform.

Querung Ehrenfriedstraße

Der vielfach geäußerte Wunsch von Bürgern, vor der Abtei einen durch Zebrastreifen gesicherten Übergang zu schaffen, scheitert am Veto der Kreisverwaltung als Straßenbaulastträger, wie Dezernent Olaf Kleine-Erwig erklärte. Er verwies darauf, dass die an zwei Stellen aufgebrachten sogenannten „Berliner Kissen“ für die Sicherheit der Fußgänger sorgen sollen. Für einen Zebrastreifen oder gar eine Fußgängerampel müsste die Straße gemäß der geltenden Vorschriften komplett umgebaut werden.

Schotterparkplatz, E-Ladestationen und Car-Sharing

Der ehemalige Schotterparkplatz an der Ehrenfeldstraße ist inzwischen asphaltiert, die Parkplatzmarkierungen sollen in drei bis vier Wochen erfolgen. Zwei E-Ladestationen werden an der Ehrenfriedstraße eingerichtet. Dafür soll an einer Stelle ein Taxihalteplatz entfallen. Außerdem werden auf dem „Schotterparkplatz“ vier Car-Sharingplätze eingerichtet.

Umbau Bernhardstraße

Der Umbau der Bernhardstraße ist eine unendliche Geschichte, denn schon 2008 gab es erste Pläne aus der Bürgerwerkstatt. 2013 fiel der endgültige Beschluss der Entwurfsplanung, 2015 erfolgten die Vereinbarungen mit dem Kreis. Anfang 2022 wurde mit der Verlegung der Versorgungsleitungen durch die Rhein-Energie begonnen, Mitte dieses Jahres sollen dann die Bauarbeiten an der Straße, die in drei Abschnitten erfolgt, beginnen. Der Umbau der Kreuzung mit der Ehrenfriedstraße wird zurückgestellt, da dieser nur mit dem Neubau des Abtei-Quartiers erfolgen kann.

Abteiquartier

Der Rewe bleibt, wird die freien Räume der Kreissparkasse mit übernehmen. Dezernent Martin Höschen hat   Hoffnung, dass es mit dem Projekt insgesamt weitergehen wird. Der Abriss des Gebäudes wird wohl erst 2025 erfolgen, dann kann auch erst der Kreisel gebaut werden.

Schulen

Sowohl die Gesamtschule im Schulzentrum an der Kastanienallee benötigt mehr Räume als auch die Richezaschule. Für die Gesamtschule wird der Oberstufenhof bebaut, eine Ausgleichspausenfläche mit Spielmöglichkeiten soll für das Schulzentrum auf dem rückwärtig liegenden Acker geschaffen werden. Die künftig dreizügige Richezaschule erhält einen Interimsbau. Überlegungen für eine dauerhafte Lösung gibt es noch nicht.

Donatus-Quartier

Am 31. Mai steht das Thema im Planungsausschuss auf der Tagesordnung, am 13. Juni soll der Rat beschließen. Vorgesehen sind acht Gebäude mit 60 Wohneinheiten zwischen 57 und 125 Quadratmetern Größe für behinderte und nicht behinderte Bewohner. Auch ein „Inklusiv-Café“ ist geplant.

Geflüchtetenunterkunft

Um weiteren Raum für Geflüchtete zu schaffen, soll eine neue Unterkunft für bis zu 100 Personen an der Donatusstraße entstehen, wo früher schon mal Bauten errichtet wurden. Bürgermeister Frank Keppeler mahnt: „Wir kommen langsam an unsere Grenzen, auch das alte Hallenbad ist belegt.“

Stadtbahnverlängerung

Nach einer Vorstudie von 2021, die zeigte, dass nur eine Verlängerung der Linie 4 sinnvoll ist, soll im Herbst eine Machbarkeitsstudie aufgenommen werden, mit deren Fertigstellung in zwei bis drei Jahren zu rechnen ist. Erste Widerstände der Bürger aus den betroffenen Bereichen des Ortes, wo die Trasse entlanggeführt werden könnte, gibt es bereits.

Feuerwehrgerätehaus

Es gibt es jetzt drei mögliche Standorte, wo der Löschzug Brauweiler, der in seinem alten Feuerwehrgerätehaus viel zu wenig Platz hat, künftig unterkommen könnte. Neben dem alten Sportplatz an der Bernhardstraße verwies Keppeler auf zwei Areale, die neuerdings in städtischem Besitz sind. Zum einen ist das die derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche gegenüber dem Aldi, zum anderen ein Acker zwischen dem Friedhof und der Liethenstraße.

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