Wer bei der Sportlerwahl Rhein-Erft die besten Plätze belegte.
Sportlerwahl Rhein-ErftGroße Bühne für die besten Athleten aus dem Kreis

Gewann bei der Sportlerwahl Rhein-Erft in der Kategorie "Beste Sportlerin": Samita Schatz aus Pulheim
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„Wenn du alles gibst, kannst du dir nichts vorwerfen!“, hat Dirk Nowitzki, eine der größten Basketball-Legenden, einmal gesagt. Alles gegeben und sich nichts vorzuwerfen haben auch die Athletinnen und Athleten aus dem Rhein-Erft-Kreis, die gestern Abend im Stadtsaal Frechen bei der Sportlerwahl geehrt wurden. Sie alle habe Spitzenergebnisse erzielt und können mehr als stolz auf ihre Leistungen sein.

Nic Manzke vom TuS Wesseling belegte den ersten Platz bei den Sportlern.
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In den Kategorien „Beste Sportlerin“, „Bester Sportler“ und „Bestes Team“ sind jeweils die ersten zehn in der von der Kreissparkasse Köln, dem Kreissportbund und dieser Zeitung organisierten und veranstalteten Wahl ausgezeichnet worden. Von November bis Anfang Dezember hatten Leserinnen und Leser die Athletinnen, Athleten und Teams zuvor nominieren können. Nach der Vorstellung im Januar lief bis Februar das Leser-Voting im Internet, das mit der Jurysitzung abgeschlossen wurde. Alle zehn Nominierten jeder Kategorie sind zur Siegerehrung eingeladen worden. Doch wer welchen Platz belegte, blieb bis gestern Abend ein Geheimnis.
Den ersten Platz in der Gruppe „Beste Sportlerin“ belegt die Leichtathletin Samita Schatz, die für den Pulheimer SC startet und sich inzwischen in der europäischen Spitze etabliert hat. Im Hürdenlauf verwies sie die Konkurrenz bei den U-20 Deutschen Meisterschaften auf die hinteren Plätze und zeigte auch bei den U-20 Europameisterschaft, was in ihr steckt.

Basketballdamen des Hürther BC wurden Meister der Regionalliga und steigen in die 2. Bundesliga auf.
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Auf Platz zwei wurde Kanupolo-Spielerin Nina Hachenburg von den Wassersportfreunden Liblar gewählt. Mit der Nationalmannschaft gewann sie gleich zwei Titel: Im August durfte sich die 21-Jährige in China als World-Games-Siegerin feiern lassen, im September in Frankreich als Europameisterin und mit elf Treffern als Zweite der Torschützenliste.
Als großes Talent gilt die 14-jährige Radsportlerin Carla Bauerfeind vom RC Schmitter Köln/Gleuel, die den dritten Platz belegt. Sie siegte beim 32. Meininger Radrennen. Bei der international besetzten Rundfahrt Tour de Berlin gewann sie unter anderem das Mannschaftszeitfahren mit ihrem Team. Zu ihren Erfolgen zählt auch der Gewinn der Bronzemedaille bei den Landesverbandmeisterschaften.

Ehrenpreisträgerin Astrid Kircheis, Sportlerwahl Rhein-Erft 2025
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Den ersten Platz in der Gruppe „Beste Sportler“ sicherte sich der Leichtathlet Nic Manzke vom TuS Wesseling. Der 25-Jährige begann erst vor drei Jahren mit dem Leistungstraining, qualifizierte sich aber schnell für die Deutschen Crossmeisterschaften. 2025 kam er bei der Deutschen Langstaffelmeisterschaft im Team der Cologne Athletics über 3x1000 Meter auf Platz vier. Mit Silber über 800 Meter bei den Landestitelkämpfen sowie der erneuten Qualifikation für die Deutschen Crossmeisterschaften setzte er weitere Akzente.
Tim Axer ist sozusagen Wiederholungstäter. Er wurde bereits im Jahr zuvor nominiert. Bei der diesjährigen Sportlerwahl errang der Wasserspringer den zweiten Platz. Der 19-Jährige sicherte sich bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren mit Siegen vom Ein- und Dreimeterbrett die Teilnahme an den World University Games Rhine-Ruhr und kam mit der Bronzemedaille vom Einmeterbrett und einen fünften Platz von Dreimeterbrett nach Hause. Im Synchron-Wettkampf fehlten ihm und seinem Partner als Vierte nur 0,6 Punkte zum dritten Platz.

Nina Hachenburg (Kanupolo) spielt in der Nationalmannschaft der Damen. Bei der Sportlerwahl belegte sie den zweiten Platz
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Auf dem Jetski macht Nils Wittling kaum einer etwas vor. Der Frechener belegt den dritten Platz und überzeugte durch Leistungen, die ihm den Titel des Deutschen Meisters in den Klassen GP1 Stand up und GP3 Runabout einbrachte. Auf dem Jetski sitzend wurde er bei den Europameisterschaften Zweiter der Pro-Am und Dritter der Pro-Am 11 Open. In dieser offenen Klasse belegte er in Thailand Platz acht beim World Cup und dann auch bei der Weltmeisterschaft.
In der Teamwertung überzeugten die Basketballerinnen des Hürther BC mit dem ersten Platz. Zuerst dominierten die Frauen in der Regionalliga und stiegen schließlich in die 2. Bundesliga auf – der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Wasserspringer Tim Axer aus Erftstadt belegte Rang 2 bei den Sportlern
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Den zweiten Platz belegten die Handballerinnen vom TuS BW Königsdorf. Mit 19 Siegen in Serie ließ sich Mannschaft den Titel in der Regionalliga nicht nehmen.
Ihr Können auf einem Rad zeigten zum wiederholten Mal die Junioren des RV Freie Bahn Oberaußem. Die jungen Bergheimerinnen sicherten sich zum zweiten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft.
Ausgezeichnet wurden aber nicht nur die jeweils ersten zehn in den drei Kategorien. Es gehört schon zur Tradition, dass auch ein Ehrenpreis vergeben wird. Diesen erhielt die Bergheimerin Astrid Kircheis, die seit Jahrzehnten sportliche Erfolge im Fechtsport für den 1.FC Quadrath-Ichendorf einfährt. Höhepunkte waren hier die Teilnahmen an der Juniorenweltmeisterschaft der Fechterinnen 1974 in Istanbul und 1975 in Mexico City sowie zahlreiche Einsätze in der Nationalmannschaft des Deutschen Fechter-Bundes. Sportlicher Schwerpunkt nach dieser Zeit war ihr Engagement im Verein, wo sie zahlreichen Kindern die Freude am Fechtsport vermittelt hat. Für die Fechtabteilung des Vereins haben Astrid und auch ihr Mann Hermann Herausragendes geleistet. 2024 wurde sie vom Deutschen Fechter-Bund als „Veteranin des Jahres“ geehrt.

Die Basketball-Damenmannschaft vom TuS BW Königsdorf belegte bei der Sportlerwahl den zweiten Platz in der Teamswertung.
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Zum fünften Mal wurden die Sportlerinnen und Sportler dank der Unterstützung von Christoph Dreesen, Regionalvorstand der Kreissparkasse Köln, Christian Stahl, Gesamtredaktionsleiter der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (Kölner Stadt-Anzeiger und Rhein-Erft Rundschau), Schirmherr Landrat Frank Rock und Michael Groll, Vorsitzender des Kreissportbunds (KSB) im Rhein-Erft-Kreis ausgezeichnet.
Die Ehrungen der Athletinnen und Athleten fanden auch bei prominenten Paten Unterstützung. Neben der Hockey-Olympiasiegerin 2004 und heutigen Vizepräsidentin beim LSB für den Leistungssport, Marion Rodewald aus Frechen, und Julian Köster aus Pulheim, Handballprofi beim VfL Gummersbach und Vizeeuropameister 2026 unterstützte abermals der in Brauweiler aufgewachsene Fußballprofi und Nationalspieler Florian Wirtz, der derzeit für den FC Liverpool aufläuft, die Sportlerwahl im Rhein-Erft-Kreis. Wirtz schickte eine Videobotschaft von der Insel und wurde von seiner Schwester Sophia vertreten. Auch Julian Köster schickte ein Grußwort, weil kurzfristig bereits das nächste Spiel ansteht. Für ihn übergab Ehrengast Stefan Klett, Präsident des Landessportbunds, die Preise an die Athleten.
Einen ausführlichen Bericht mit vielen Bildern von der feierlichen Preisverleihung erscheint in der morgigen Donnerstags-Ausgabe.
Sportlerinnen:
- 1. Platz: Samita Schatz
- 2. Platz: Nina Hachenburg
- 3. Platz: Carla Bauerfeind
- 4. Platz: Thalia Hönig
- 5. Platz: Marion Hergarten
- 6. Platz: Mia Wunn
- 7. Platz: Judith Plasil
- 8. Platz: Hanna Hützen
- 9. Platz: Charlotte Kienel
- 10. Platz: Julia Rick
Sportler:
- 1. Platz: Nic Manzke
- 2. Platz: Tim Axer
- 3. Platz: Nils Wittling
- 4. Platz: Timon Dethloff
- 5. Platz: Laurenz Merl
- 6. Platz: Henning May
- 7. Platz: Jakob Roth
- 8. Platz: Guillermo Martinez
- 8. Platz: Ricco Frohn
- 8. Platz: Mariam Friedrich
Teams
- 1. Platz: Hürther Basketball Club
- 2. Platz: TuS Blau-Weiß Königsdorf
- 3. Platz: Radverein Freie Bahn Oberaußem
- 4. Platz: Jazz und Contemporary Formation Release vom TSC Brühl
- 5. Platz: Wassersportfreunde Liblar
- 6. Platz: Segelclub Ville
- 7. Platz: SC Schwarz-Weiß Friesheim
- 8. Platz: Pulheim Vipers
- 9. Platz: Wesseling Vermins
- 10. Platz: Heinrich und Monika Schmitz (Tanzen)