In Wesseling macht die Verwaltung den Weg für neue Bestattungsformen frei, die zusehends bevorzugt werden.
Neue BestattungsformenIn Wesseling wird es nun Friedwälder und Sternenkinderbäume geben

Auf dem Berzdorfer Friedhof wurden für den Bestattungswald Bäume gepflanzt.
Copyright: Kathrin Höhne
Die Stadt Wesseling schafft neue Wege der Bestattungen und reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach naturnahen und pflegeleichten Alternativen. Dafür hatte der Rat bereits in seiner Sitzung im Dezember mit dem Beschluss über die neue Bestattungs- und Friedhofssatzung den Weg freigemacht. Die Flächen wurden entsprechend vorbereitet.
So können nun auch Sternenkinderbäume und Bestattungswälder auf Wesselings Friedhöfen zu Orten des Gedenkens an Verstorbene werden. „Die neuen Bestattungsformen wurden gemeinsam mit unserem Standesamt und in Zusammenarbeit mit dem Rat der Stadt Wesseling ausgesucht.
Der Erste Beigeordnete Matthias Neeser befürwortet neue Varianten der Bestattung
Viele Menschen haben sich ihre letzte Ruhestätte zum Beispiel in Friedwäldern in der Region ausgesucht und wären gern in ihrer Heimatstadt bestattet worden, nur eben so wie sie es gern möchten“, berichtet der Erste Beigeordneter Matthias Neeser, unter anderem zuständig für das Standesamt. „Deshalb bin ich sehr froh, dass wir diese Wünsche nun erfüllen können.“
In der Vergangenheit wurden bereits drei Bäume als Sternenkinderbäume auf drei Friedhöfen gepflanzt, so eine Kobus-Magnolie in Berzdorf, eine Japanische Nelkenkirsche in Keldenich und ein Gelber Lederhülsenbaum in Urfeld. Eine weitere Kobus-Magnolie kam jüngst auf dem Friedhof am Friedensweg in Wesseling-Mitte dazu. Die Sternenkinderbäume sind Gedenkorte für frühverstorbene Kinder mit individuell gestalteten Anhängern, die an den Bäumen befestigt werden können. Beim Bestattungswald können die Urnen inmitten unterschiedlicher Baumarten beigesetzt werden.
Anfang dieses Jahres wurden dafür auf den Friedhöfen an der Hubertusstraße sowie in Berzdorf und Urfeld 48 Bäume gesetzt. Die Flächen bieten den Trauernden auch Ruhe- und Aufenthaltsbereiche mit Sitzbänken sowie eine Wand für Blumenständer.
Als nächstes möchte die Verwaltung Bestattungsgärten schaffen. Ein solcher Garten soll mit Bäumen, Sträuchern, Rosen und Stauden gestaltet und durch die Stadt gepflegt werden. Dazwischen befinden sich die Kolumbarien. Die Planungen für die Gärten haben bereits begonnen und werden in Abstimmung mit dem Rat fortgesetzt, informiert die Verwaltung.

