Die Handballer krönen sich dank eines 31:27-Sieges beim Longericher SC II zum Oberliga-Meister.
Am letzten SpieltagHSG Siebengebirge bejubelt direkten Wiederaufstieg

Grün-blauer Freudentaumel: Die HSG Siebengebirge feiert die Rückkehr in die Nordrheinliga.
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Die Nerven flatterten, die Fans litten mit und am Ende brachen alle Dämme: Die HSG Siebengebirge hat sich dank eines 31:27 (15:16)-Sieges beim Longericher SC II die Meisterschaft in der Handball-Oberliga Mittelrhein gesichert und kehrt damit in die Nordrheinliga zurück. Die anschließende Niederlage des Verfolgers TuS Königsdorf beim 1. FC Köln (27:33) war nur eine Randnotiz, denn auch ein Auswärtssieg hätte dem Rivalen aus Frechen nicht mehr geholfen.
Rund 60 der offiziell 111 Zuschauer hatten die Grün-Blauen im Kölner Norden lautstark unterstützt. Die entscheidende Szene spielte sich in der 58. Minute ab: Ein Angriff der Gäste schien bereits verloren, doch Rechtsaußen Albert Andrassy setzte energisch nach, schnappte sich den Abpraller und traf zum vorentscheidenden 29:27. „Einer muss es ja machen“, sagte der Torschütze später mit einem Grinsen. Für Trainer Lars Degenhardt war das Spiel „ein Spiegelbild unserer wechselhaften Saison. Wir hatten erst die Kontrolle, um sie dann wieder abzugeben.“
Longerich hat sehr engagiert dagegengehalten, aber wir haben die Nerven bewahrt
Doch in der entscheidenden Phase behielten die Gäste die Ruhe: Andrassy, Anto Marcinkovic und Simon Schlösser sorgten mit ihren Treffern in den letzten Minuten für die Entscheidung. Vor allem letzterer drückte der Partie mit zwölf Treffern seinen Stempel auf. „Simon hatte im Angriff einen Bärenanteil an unserem Erfolg“, sagte der Coach. „Longerich hat sehr engagiert dagegengehalten, aber wir haben die Nerven bewahrt und es hinten raus gedreht.“

So sieht Erleichterung aus: Lars Degenhardt von der HSG Siebengebirge.
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Mit dem 23. Sieg krönten die Grün-Blauen eine starke Saison. „Das muss man erst mal schaffen“, betonte Degenhardt. HSG-Abteilungsleiter Marcus Kesper bedankte sich bei den mitgereisten Anhängern: „Vielen Dank an alle Fans für die wirklich fantastische Unterstützung.“
HSG: Löcher, Kaese – Schlösser (12), Dziendziol (4), Marcinkovic (4), Nitsche (3/1), Hayer (3), Schulz (2), Andrassy (1), Hock (1), Nüsse (1), Bachler, Lutz, Picard, Ladig, Steinhaus.