Traumhafte StreckeChristophorus-Fahrt führte 125 Kilometer durch das Bergische Land

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Angeführt von einem Chevrolet Mater Coupé von 1938 rollte diese kleine Karawane bei der Christophorus-Fahrt durchs Bergische Land.

Ruppichteroth – Tausende Menschen flanierten am Sonntag über die Rathausstraße in Schönenberg. Zum „Concours de Elegance“ standen wunderschöne Oldtimer aufgereiht.

Zuschauer fachsimpelten mit den Besitzern über mechanische Benzinpumpen und Luftansaugstutzen. Die Jury – bestehend aus Arno Fischer, Inge Gilles, Rolf Hennes, Günter Kuhnt und Axel Schneider – begutachtete derweil Lack, Felgen, den Originalzustand, Blech und Chromteile.

Else Franke aus Windeck räumte noch schnell den Kofferraum auf, weil sie beobachtet hatte, dass die Wertungsrichter sich alles genau anschauten. Das hat sich gelohnt, am Ende gab es für den toprestaurierten MG TC von 1948 den Sieg.

Ulli, der Bulli war ein Anziehungspunkt vor dem Rathaus. Leser und solche, die es vielleicht noch werden wollen, ließen sich fotografieren.

Sie waren am Samstag schon bei der Christophorus-Fahrt dabei, 125 Kilometer durch das Bergische Land. „Wir machen Ausfahrten in Deutschland und Europa, meist mit dem MG Drivers Club“, berichtete Hartmut Franke bei der Mittagspause im Lindenhof in Much. „Das hier haben wir mitgenommen, weil das in der Nähe ist. Die Strecke ist traumhaft schön.“

Leitungsteam leistete gute Arbeit

Das fand auch Marie-Therese Schumacher aus Ruppichteroth. Mit ihrem Freund Matthias Müller fuhr sie im historisches Feuerwehrfahrzeug. „Wir werden das privat noch mal machen, das Roadbook habe ich behalten.“

Das Leitungsteam um Christina Ottersbach hatte gute Arbeit geleistet, auch wenn es am Morgen bei der Aufstellung zunächst Verzögerungen gab. Aus beiden Richtungen fuhren die Fahrzeuge auf den Sportplatz, dadurch kam einiges durcheinander. Die Zeit holte Moderator Sven Vogel am Start wieder auf, gleichwohl gab er kenntnisreich Informationen zu jedem Schätzchen, das sich auf den Weg machte.

Eine ganze Reihe von Kabinenrollern weckte Erinnerungen.

Landrat Sebastian Schuster hatte die Ersten auf die Reise geschickt, Bürgermeister Mario Loskill bedankte sich bei jedem Teilnehmer persönlich für seine Teilnahme und winkte sie mit der Starterflagge durch. Bei der Zieldurchfahrt empfing er sie mit Vogel wieder. „Für unsere alten Fahrzeuge sind manche Straßen schon eine Herausforderung“, sagte Axel Schultes, der mit einem 1959er Mercedes 190 SL einrollte.

Riesigen Spaß hatten die Schwalbenfreunde Waldbröl. „Wir sind vielleicht nicht die Besten, aber die Lustigsten“, meinte Jens Sauer, der einen der Kultroller aus der früheren DDR steuerte. „Wir sind auch die Besten“, hielt Carlos Rodriguez dagegen. Seit Jahren pflegt die Truppe die Tradition der Suhler Simson-Zweiräder.

Die Schwalben-Freunde aus Waldbröl nahmen die Tour mit dem Kultroller der ehemaligen DDR in Angriff.

US-Cars standen am Samstag auf dem Hof der Grundschule, am Sonntag freute sich der Verantwortliche Dieter Keuenhof über 81 historische Trecker mit sattem Dieseltuckern. Der Ortsverband Waldbröl des Technischen Hilfswerks sperrte nicht nur die Straßen ab, sondern hatte auch eine Drahtseilbrücke über die Bröl gebaut.

Auf der Bühne gab es durchgängig Musik, und an der Tankstelle ging es beim Slotracing um die Bröltal-Trophy, der Raceway Park Troisdorf organisierte das Rennen der ferngesteuerten Autos.

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