In Neunkirchen kommen sich Autofahrer und Passanten häufig in die Quere. Die Unfallgefahr ist auch Thema bei der Politik.
Verwaltung soll helfenParkplätze von Aquarena und Antoniuskolleg in Neunkirchen sollen sicherer werden

Unfallträchtig: Das Parken am Hallenbad Aquarena und in den umliegenden Straßen soll besser und sicherer werden. Neunkirchen-Seelscheid
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Zwei Unfälle geschahen kürzlich auf dem Aquarena-Parkplatz, fünf in den umliegenden Straßen des Antoniuskollegs. Hier, wo sich besonders viele Schüler, Eltern und Schwimmbadbesucher begegnen, soll mehr Sicherheit herrschen. Darauf zielt ein Antrag der Fraktionen von CDU und Grünen im Ausschuss für Umwelt, Wirtschaft und Infrastruktur, der einstimmig beschlossen wurde.
Durch die Anordnung der Parktaschen, die eingeschränkten Sichtfelder und den hohen Parkdruck kämen sich die Verkehrsteilnehmer häufig in die Quere, so die Argumentation. Morgens, mittags und nachmittags verursachten die sogenannten Elterntaxis, Mütter und Väter, die ihre Sprösslinge zur Schule kutschieren, noch mehr Gefahr.
An Schwimmbad und Gymnasium in Neunkirchen-Seelscheid herrscht hoher Parkdruck
Zahlreiche Anwohner hätten sich an die Kommunalpolitiker gewandt mit der Bitte, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Viele Zuwege, wie die Prälat-Lewen-Straße und die Straße Am Hang, seien sehr schmal. Hier gelte zwar überwiegend Tempo 30, das Limit müsse aber verstärkt kontrolliert werden.
Die Verwaltung soll die Lage unter die Lupe nehmen, auf SPD-Antrag wurde das Gebiet erweitert um die Straßen, durch die die Elterntaxis auf der Suche nach einem Stellplatz kurven. In die Analyse sollen die aktuelle Parkraumsituation, die Kapazitäten und der Parkdruck einfließen. Auch die Gefahr von Kollisionen beim Ein- und Ausparken und speziell die Unfälle auf der Fläche vor dem Hallenbad.
Daraus sei ein Maßnahmenpaket zu schnüren: mit verkehrsrechtlichen und baulichen Optionen für den Aquarena-Parkplatz, wobei es auch um Stellflächenwinkel, Breite der Parktaschen und Führung der Parkstreifen geht.
Die betroffene Anwohnerschaft, deren Hinweise, Beobachtungen und Ortskenntnisse, seien miteinzubeziehen.
Mit dem Gesamtergebnis einschließlich Handlungsempfehlungen, Kostenabschätzungen und Priorisierungsmöglichkeiten werde sich dann die Kommunalpolitik befassen. Für die Neuordnung des fahrenden und ruhenden Verkehrs sind der Fachausschuss und gegebenenfalls der Gemeinderat zuständig.

