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Zuckersüßes BegrüßungsprogrammI-Dötzchen in Meckenheim und Bornheim eingeschult

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Das Schullied und kleine Tanzeinlagen hatten die Zweitklässler in Meckenheim zur Begrüßung vorbereitet.

Meckenheim/ Bornheim – Tüll und Glitzer in Pink, Einhörner, Regenbogen, lila-weiße Schleifen, knalliges Türkis , Blau und Grün – kunterbunt waren die überwiegend selbst gebastelten Schultüten für die i-Dötzchen der Gemeinschaftsgrundschule Merl (GSS). Am heißen Mittwochnachmittag gab es auf dem Schulhof ein zuckersüßes Begrüßungsprogramm, die ersten Klassenfotos und Stippvisiten in den Klassenräumen. Für 60 i-Dötzchen – eine Menge, wie Schulleiterin Barbara Bienentreu erklärt – beginnt jetzt das Schulleben. Den bisher höchsten Stand an Erstklässlern meldet auch die Grundschule Bornheim: 102 Kinder wurden dort am Donnerstagmorgen willkommen geheißen. Insgesamt wurden 6100 Mädchen und Jungen im Rhein-Sieg-Kreis eingeschult.

„GGS, das steht für gemeinsam ganz stark!“

Mit Rücksicht auf berufstätige Eltern hat Bienentreu sich für den Nachmittag vor dem eigentlichen Schulstart entschieden. Die Rechnung geht offenbar auf, Großeltern und Eltern, teils aufgeregter als ihre Steppkes, umrahmten die Tänze und Gesänge, die Zweitklässler für ihre neuen Mitschüler und Mitschülerinnen einstudiert hatten. Klassenlehrer wurden vorgestellt, Schulleiterin Bienentreu machte die Kinder mit dem Motto der Schule vertraut: „GGS, das steht für gemeinsam ganz stark!“

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Spannend war für die 102 i-Dötzchen der Bornheimer Grundschule ihre Begrüßungsfeier in der Turnhalle.

Cool blieb der kleine Jarik Glaser. „Er hat den Schulbetrieb schon bei den Schnuppertagen vor den Sommerferien gut kennengelernt, das war total schön“, erklärt Mutter Jill. Vor zwei Jahren ist die Familie von Köln nach Meckenheim gezogen. Glaser, die selbst Lehrerin an der Gesamtschule Rheinbach ist, findet das pädagogische Konzept der GGS Merl sehr ansprechend. Auch die Verzahnung mit der Offenen Ganztagsschule scheine gut zu funktionieren.

Hat sie Bedenken wegen Corona? Weil es keine Maskenpflicht gibt? „Bisher hat es eigentlich ganz gut geklappt“, sagt Glaser. Allerdings sei „das Testverfahren mit Stäbchen für Grundschulkinder eine Zumutung“, man hätte bei den Lollitests bleiben sollen. Zum Herbst hin, damit rechnet Glaser fest, werde es wohl wieder eine Maskenpflicht geben.

Während Sohnemann Jarik den Tänzen und Gesängen zuschaut, hält Jill Glaser seine große, orangefarbene Schultüte für ihn. Und was ist drin? „Zu viel Süßes“, schmunzelt die Mutter, „eine selbstgebastelte Trinkflasche, Reflektoren für den Schulranzen“, und weitere Kleinigkeiten. Man solle es nicht übertreiben, sagt sie.

Beratung

Rechtzeitig zu Beginn des neuen Schuljahres  liegt der Angebotskatalog für das erste Halbjahr der Schulpsychologischen Beratungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises für für Fachkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler vor. Die Beratungsstellen befinden sich in Siegburg und Bornheim; in Rheinbach werden Präsenzzeiten angeboten.

Neben altbewährten finden sich dieses Mal auch Angebote, die neuen Herausforderungen explizit Rechnung tragen: Verschwörungserzählungen und Fake News, Schule im Kontext von Krieg, Flucht und Zuwanderung, oder der Umgang mit beleidigenden Äußerungen. (EB)www.rhein-sieg-kreis.de/schulpsychologie

Emir und Elisabeth, Mohammed und Maria, Alina und Matthes, Yussuf und Mark-Elvis und all die anderen Kinder hatten gestern dann ihren allerersten Schultag, so wie auch die 102 i-Dötzchen an der Grundschule Bornheim. Nach einem ökumenischen Gottesdienst trafen sich alle in der Turnhalle zur Begrüßungsfeier, auch hier hatten Schulkameraden aus höheren Klassen ein schönes, kleines Begrüßungsprogramm vorbereitet. Während die Pänz ihre Klassenräume kennenlernten, mussten die Eltern draußen bleiben. Mit 102 Kindern haben wir den bisherigen Höchststand“, heißt es aus dem Schulsekretariat.

Zu den Dötzchen gehören auch vier Kinder aus der Ukraine, in Meckenheim sind es sechs. Weil die Merler insgesamt ein Dutzend Schüler und Schülerinnen aus dem Kriegsgebiet unterrichten und dabei „bei Null anfangen müssen“, wie Barbara Bienentreu sagt, ist der Schule eine halbe Lehrerstelle zusätzlich zugeordnet worden. „Das hilft uns“, sagt die Schulleiterin. Für Bornheimer Kinder, deren Familien sich nicht so viel leisten können, hat der Verein „Mer stonn zesamme“ Schulranzen gespendet – in allen Farben, versteht sich.