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Convivio-InsolvenzWie es für das Seniorenheim an der Eitorfer Hospitalstraße weitergeht

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Der Eingang eines Seniorenzentrums in Eitorf.

Die Convivo-Seniorenresidenz an der Hospitalstraße gegenüber vom Krankenhaus hat 70 Beschäftigte.

Die Bremer Convivo-Gruppe ist insolvent. Von der Unternehmenspleite ist auch ein Eitorfer Seniorenzentrum betroffen.

Von der Insolvenz des Trägers Convivo, die die Unternehmensgruppe aus Bremen am Montag bekannt gab, ist auch das Seniorenzentrum an der Hospitalstraße betroffen. Die 70 Beschäftigten müssten sich jedoch keine Sorgen machen, sagt Marc Gabelmann, als Convivo-Regionalleiter auch für den Eitorfer Standort zuständig, auf Anfrage.

„Die Menschen bekommen ihr Gehalt für Januar, Februar und März.“ Das sei über das Insolvenzgeld gesichert. „Dann muss ein Weg gefunden werden“, sagt Gabelmann.

Versorgung der Pflegebedürftigen wird aufrechterhalten

„Im Moment verschaffen wir uns gemeinsam mit unseren Teams ein Bild vor Ort, um im Anschluss die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die bevorstehenden Schritte im Insolvenzverfahren zu informieren“, teilen die vom Amtsgericht Bremen zu vorläufigen Insolvenzverwaltern bestellten Anwälte Rechtsanwälte Malte Köster und Christoph Morgen in einer  gemeinsamen Stellungnahme mit. Auch die Versorgung der Pflegebedürftigen werde aufrechterhalten.

„Das oberste Ziel ist es, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, betont auch Gabelmann. Die Insolvenzverwalter seien mit den Zulieferern im Gespräch. Der medizinische und pflegefachliche Begutachtungs- und Beratungsdienst der Krankenversicherung (MDK) stattete dem Seniorenzentrum von Convivo in Eitorf bereits am Donnerstag einen Besuch ab.

Insolvenzverwalter entscheiden über Zukunft des Unternehmens

Wie es für das tief in den roten Zahlen steckende Bremer Unternehmen mit seinen mehr als 100 Pflegeeinrichtungen   weitergehe, sei nun Sache der Insolvenzverwalter, erläutert Gabelmann. Für das Haus in der Hospitalstraße sehe es gut aus, lautete seine Einschätzung, es habe eine Zukunft: „Der Standort selber ist nicht insolvent. Wir haben dafür ein gutes Konzept.“

Seit 20 Jahren kenne er die Einrichtung, berichtet der Convivo-Regionalleiter, der bereits beim vorherigen Träger, der Marienhaus GmbH, tätig war. Die nach dem Alten- und Pflegegesetz NRW beschlossene Quote von 80 Prozent Einzelzimmern könne das Haus nach einem Umbau erfüllen, die Pläne dafür seien bereits gemacht.

Eitorfs Bürgermeister sieht bislang keinen Grund zur Besorgnis

„Wir hatten auch schon Termine mit der Heimaufsichtsbehörde“, berichtet Gabelmann. 71 stationäre Plätze hat die Seniorenresidenz gegenüber dem Krankenhaus, dazu 34 Wohnungen für seniorengerechtes Wohnen. 30 seien aber nur belegt, das sei den Umbauplänen geschuldet.

Bei der Gemeinde sieht man noch keinen Grund zur Besorgnis, „so wie das Haus dasteht“, sagt Bürgermeister Rainer Viehof.   Es sei nicht angenehm, aber vielleicht eine Chance auf Übernahme durch einen   neuen, starken Träger.

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