Klärschlamm aus EitorfGemeinde wird sich an Verwertungsbetrieb beteiligen

Im Heizkraftwerk Köln-Merkenich soll Klärschlamm auch aus Eitorf verbrannt werden.
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Eitorf – Die Gemeinde soll sich über die Klärschlammkooperation „Pool“ mittelfristig an der Gründung der Gesellschaft zur Klärschlammverwertung „Klar“ beteiligen. Das empfahl der Betriebsausschuss dem Gemeinderat einstimmig. Der dürfte dies in seiner nächsten Sitzung am Montag, 13. September, beschließen. Dann müsste allerdings noch die Kommunalaufsicht signalisieren, dass sie die Beteiligung Eitorfs nicht beanstandet.
Eine Verbrennung des Klärschlamms zusammen mit Braunkohle wird künftig durch das Kohleausstiegsgesetz nicht mehr möglich sein. Auch eine Phosphorrückgewinnung wird bald vorgeschrieben, und eine landwirtschaftliche Verwertung als Dünger wird immer schwieriger. Deshalb schließen sich zahlreiche Kommunen zu größeren Gesellschaften mit einer gemeinsamen Entsorgung zusammen.
Neben Köln beteiligen sich auch Hennef, Königswinter und Bonn
An der „Klar“ beteiligen wollen sich neben den Stadtwerken Köln auch Hennef, Königswinter und Bonn. Über „Pool“ und „Klar“ soll der Eitorfer Klärschlamm zum Heizkraftwerk Köln-Merkenich gebracht werden, wo mindestens 30.000 Tonnen verbrannt werden sollen. Dort wird die Abwärme über ein Fernwärmenetz verwertet.
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Zurzeit geht man von Investitionen der „Klar“- GmbH in Höhe von 95 bis 115 Millionen Euro für den Bau der Anlage aus. Der Beigeordnete Karl Heinz Sterzenbach erläuterte, die Gesellschaft werde auf Dauer versuchen, die Preise für die Klärschlammanlieferung pro Tonne Trockenmasse zu vereinheitlichen und damit auch eine gewisse Solidarität anstreben. In Eitorf wird derzeit ein Schlamm-Zwischenlager betrieben, von wo aus Unternehmer den Klärschlamm auf die Felder bringen, zum Beispiel nach Rheinland-Pfalz.


