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Erst abzapfen, dann abfeiern200 Freiwillige kamen zur „Närrischen Blutspende“ nach Windeck

3 min
Närrische Blutspende 2026 Windeck
Das Windecker Prinzenpaar Carina und Thomas Becher passt auf, dass die Spender der KG Herchen Kai Kluge (li.) und Sandra und Thomas Ley nicht schlapp machen, denn die Herchener haben noch viel vor.

Das Windecker Prinzenpaar Carina und Thomas Becher passt auf, dass die Spender der KG Herchen Kai Kluge (li.) und Sandra und Thomas Ley nicht schlapp machen, denn die Herchener haben noch viel vor.

37 Erstspender kamen zur Närrischen Blutspende, elf Personen mehr als im Jahr zuvor. Andere sind alte Hasen und kommen seit ihrem 20. Lebensjahr.

Die „Närrische Blutspende“ in Windeck verbindet Blutspende und Karneval seit 15 Jahren zu einem Erfolgsmodell. „Zu unserer Veranstaltung im Kulturzentrum Kabelmetal in Schladern haben wir mittlerweile so viele Anmeldungen, wir könnten Programm bis morgen früh oder zwei Veranstaltungen daraus machen“, berichtete Matthias Ennenbach, der einst das Format ins Leben gerufen hat und hauptberuflich Gruppenführer „Psychosoziale Notfallversorgung“ beim Deutschen Roten Kreuz ist.

Sein ehrenamtlich engagierter Kollege, Bereitschaftsleiter Christian Grashoff vom DRK Windeck, lieferte am Folgetag Daten und Fakten. „Der Blutspendedienst West hat uns die maximale Spenderzahl von 200 vorgegeben, die haben wir spielend erreicht, mehr kann der Dienst in der Zeit personell auch nicht schaffen“, sagte er. „Gemeinsam mit unserem 22-köpfigen ehrenamtlichen Team haben wir bis 20.30 Uhr gezaubert und danach aufgeräumt.“

37 Erstspender kamen zur Närrischen Blutspende

Besonders wichtig ist bei allen Spendeterminen im Laufe eines Jahres die Zahl der Erstspender. Hier übertraf die „Närrische Blutspende“ 2026 den eigenen Rekord von 26 Personen im Vorjahr: 37 Menschen spendeten zum ersten Mal, teilweise kamen sie mit den teilnehmenden Vereinen, andere ließen sich vom karnevalistischen Programm anlocken.

Das DRK Windeck hatte über zwanzig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei der Närrischen Blutspende im Einsatz.

Das DRK Windeck hatte über zwanzig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei der Närrischen Blutspende im Einsatz.

Beide Crews, die Professionellen vom Blutspendedienst West und die Ehrenamtlichen vom DRK Windeck, hatten alle Hände voll zu tun, denn vor dem Pieks wird stets genau geprüft, ob eine Spende überhaupt in Frage kommt. Einige Stationen sind für Spendenwillige zu durchlaufen, bevor sie auf der Liege Platz nehmen dürfen. Vor der Halle stand wieder die Einsatzküche des DRK bereit. Als Dankeschön ist nach der Spende die Verpflegung für die Blutspenderinnen und -spender kostenlos.

Uwe Klein aus Obernau ist ein „alter Hase“ und spendet zum 142. Mal

Zu denen gehörte Nicole Knorr-Siebert aus Werkhausen in Rheinland-Pfalz. Sie hatte von der Aktion gelesen. „Mir wurde die Blutspende ärztlich empfohlen. Es ist heute meine neunte. Ich fühle mich danach viel frischer und voller Energie.“ Neben ihr lag Beatrix Mokroß aus Schladern, deren 22. Spende gerade genommen wurde. „Ich mache es, weil es lebenswichtig ist, und mache auch Werbung für die Blutspende. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass es mir auch Sicherheit gibt, weil mein Blut intensiver untersucht wird als bei einer normalen Blutabnahme.“

Uwe Klein aus Obernau ist ein „alter Hase“ in Sachen Blutspende: „Ich spende seit meinem 20. Lebensjahr, es hat bei der Bundeswehr begonnen. Es ist meine 142. Spende.“ In der Halle nebenan steppte derweil schon der Bär. Das Kinderprinzenpaar und das Windecker Prinzenpaar, die Karnevalsgesellschaften aus Schladern, Dattenfeld und Herchen mit ihren Gruppen, der Festausschuss Eitorf mit Prinzenpaar und Gefolge, die Turmgarde Eitorf, die Fidelen Jongen aus Pracht und „mir nix dir nix“ sorgten unter der Moderation von Marius Höffer von der KG Schladern für vier Stunden fröhliche Spendenbereitschaft.

Die KG Schladern schnappte den Vorjahressiegern von der Feuerwehr Windeck in diesem Jahr den Wanderpokal mit 25 Stimmen weg. Jeder Spendenwillige hatte im Vorfeld angeben können, für welchen Verein er spenden wollte. Mit je 24 Stimmen sicherten sich das DRK Windeck und die Feuerwehr die Plätze zwei und drei. Sylvia Schmidt