In Schladern hat eine Wildschweinrotte Gräber auf einem Friedhof verwüstet. Der Friedhofsverein will einen stärkeren Zaun installieren.
„Vorerst umfrieden wir mit Elektrozaun“Wildschweine verwüsten Friedhof in Windeck zum dritten Mal

In Schladern hat eine Rotte Wildschweine mehrfach einen Friedhof verwüstet. (Symbolbild)
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Etwas verfrüht haben die Wildschweine die Fastenzeit beendet und suchten sich für ihr Ostermahl den Friedhof in Windeck-Schladern aus. Am nächsten Morgen bot sich ein Bild der Verwüstung.
Es sei bereits der dritte Streifzug gewesen, berichtet der Vorsitzende des privaten Friedhofsvereins, Rolf Meding. Bei den ersten „Besuchen“ habe die marodierende Rotte sich noch ausschließlich im Birkenwäldchen neben dem Friedhof ausgetobt.
Stromimpulse sollen Wildschweine vom Friedhof fernhalten
Der Rasen wurde instandgesetzt und soll noch mit Mutterboden ausgeglichen werden. Zusätzlich wurden je zwei Stabstahlanker an den Stellen zwischen die Zaunpfosten gesetzt, wo man den Durchbruch der Wildschweine durch den Zaun erkennen konnte. Auch ein Weidezaungerät war bereits bestellt, um die Wildschweine durch Stromimpulse vom Zutritt auf den Friedhof abzuhalten.
Doch vorher verschaffte sich eine Rotte an zwei Stellen im Zaun Zutritt auf die Fläche mit den Grablegen. Heimgesucht wurde auffallend die Hälfte des Friedhofs unter den alten Eichen, wo noch viele Eicheln vom Winter in der Erde lagen. Kaum ein Grab blieb auf der Seite unangetastet. Wiesenflächen wurden ebenfalls gründlich durchgeackert.
Maschendrahtzaun soll jetzt durch Gitterzaun ersetzt werden
Als die Verwüstung entdeckt wurde, berief der Vorstand eine Sondersitzung ein und informierte die Mitglieder des Vereins. Der bestehende Maschendrahtzaun solle nun durch einen massiveren Gitterzaun ersetzt werden, teilte Meding nach der Sitzung mit: „Vorerst umfrieden wir mit einem Elektrozaun, weil die Umsetzung dauern wird. Wir müssen Angebote einholen und rechnen mit einer Investition von etwa 30.000 Euro.“
Den geplanten Einbau einer behindertengerechten Toilettenanlage müsse man zurückstellen, betonte Meding: „Wie wir die Finanzierung stemmen, wissen wir noch nicht. Spenden würden uns sehr helfen und es könnte zudem die Wartezeit der Umsetzung verkürzen.“

