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Naturnahes ModellSchulleiter schenkt den Stadtbetrieben Hennef sein Relief des Siegtals

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Der Chef der Stadtbetriebe Hennef, Professor Dr. Volker Erbe, freute sich über das Geschenk von Dr. Jan Müller-Goldkuhle.

Der Chef der Stadtbetriebe Hennef, Professor Dr. Volker Erbe, freute sich über das Geschenk von Dr. Jan Müller-Goldkuhle.

Der ehemalige stellvertretende Leiter des Städtischen Gymnasiums hatte das Relief 1984 fertiggestellt.

Für die Besucherinnen und Besucher der Stadtbetriebe Hennef gibt es im Verwaltungsgebäude an Straße Siegaue 2 ab sofort einen neuen Hingucker. Das naturnahe Relief-Modell des Siegtals von Hennef bis Eitorf-Merten zeigt bis ins Detail die Siefen, Täler und Schluchten der Region. Es hat im Horizontal-Maßstab die Werte 1:12.500, im Vertikal-Maßstab 1:5000.

Dr. Jan Müller-Goldkuhle war von 1973 bis 2006 Lehrer am Städtischen Gymnasium, ab 1993 stellvertretender Schulleiter. Er überreichte das etwa zweimal einen Meter große Original-Gipsmodell dem Leiter der Stadtbetriebe, Professor Dr. Volker Erbe, und Bürgermeister Mario Dahm. Es entstand durch Aussägen der 20-Meter-Höhenlinien aus vier Millimeter dickem Sperrholz anhand einer topografischen Karte. Müller-Goldkuhle legte die Schichten aufeinander und modellierte mit Spachtelmasse nach.

Auf ausgesägten Sperrholzplatten ist die Oberfläche mit Gips modelliert, hier ein Ausschnitt des Siegtals.

Auf ausgesägten Sperrholzplatten ist die Oberfläche mit Gips modelliert, hier ein Ausschnitt des Siegtals.

Es existiert ein zweites Original, von Eitorf-Merten bis Windeck-Schladern. Außerdem wurden Metall-Abgüsse gemacht, die in den Eitorfer und Hennefer Schulen aufgehängt wurden. Das Exemplar im Schulgebäude an der Wehrstraße in Hennef fiel einem Brand zum Opfer.

Die früheren Siegläufe und die Talboden-Niveaus lassen sich deutlich ablesen, so ist der Dreiseler Siegbogen ebenso zu erkennen wie unterschiedliche Rinne im Hennefer Talgrund. Gut auszumachen sind die deutlich definierten Prallhänge, bei Weingartsgasse ebenso wie bei Lauthausen oder unterhalb der Stachelhardt. Die Erosionsgeschichte, vom devonischen Grundgebirge bis zu den eiszeitlichen Eingrabungen der Sieg, sind plastisch erfahrbar.