Grundstein gelegtViele packten nach verheerendem Brand beim TV Rott mit an

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Das alte Gebäude war am 31. August durch einen Brand völlig zerstört worden.

Das alte Gebäude war am 31. August durch einen Brand völlig zerstört worden.

Hennef – Es war ein verheerender Brand, der in der Nacht vom 30. auf den 31. August 2015 das Sportlerheim des TV Rott in Söven zerstörte.

Im sogenannten Glaspalast war das Feuer vermutlich im Geschäftszimmer ausgebrochen, schließlich zerstörten die Flammen auch das direkt angrenzende Gebäude mit Duschen und Umkleiden. Beide mussten abgerissen werden.

Es war ein herber Schlag für den Verein, der neben dem Herren- auch den Frauen- und Mädchenfußball im Programm hat. Doch zum Jammern blieb nicht viel Zeit, vor allem Schatzmeister Harald Sander richtete den Blick in die Zukunft.

Der direkte Draht zu Bürgermeister Klaus Pipke war da hilfreich.

Die Stadt sicherte ihre Unterstützung zu, zumal bereits 40 000 Euro für Sanierungsmaßnahmen vorgesehen waren. Gemeinsam mit Geschäftsführer Martin Pfeiffer schob er das Projekt Neubau an.

An der Stelle, wo früher der „Glaspalast“ und die Baracke mit Umkleiden und Duschen gestanden hatte, wird jetzt ein neuer Bau errichtet, mit Duschen, Umkleide, WC und Behindertentoilette. Fertigstellung ist für März/April 2017 geplant.

An der Stelle, wo früher der „Glaspalast“ und die Baracke mit Umkleiden und Duschen gestanden hatte, wird jetzt ein neuer Bau errichtet, mit Duschen, Umkleide, WC und Behindertentoilette. Fertigstellung ist für März/April 2017 geplant.

In der Stadt gab es eine Welle der Hilfsbereitschaft. Der SV Allner-Bödingen etwa organisierte ein Benefizturnier, bei dem alle Mannschaften, inklusive des Mittelrhein-Ligisten FC Hennef, antraten.

Auch aus dem Dorf gab es breite Unterstützung, so dass Sander bei der Grundsteinlegung für den Umkleidebau den Vorsitzenden der Bürgergemeinschaft, Wolfgang Hovenbitzer, und seinen Vize Herbert Müller begrüßen konnte.

Architekt Udo Sterzenbach wurde angesprochen und erledigte die Planungen, ohne Geld dafür zu kassieren, ein Vermesser arbeitete ebenfalls ehrenamtlich.

Die Stadt steuert nicht nur 60 000 Euro für das rund 200 000 Euro teure Gebäude bei, die Gebäudewirtschaft sorgte für eine schnelle Abwicklung des Bauantrags.

„Noch,“ so Sander, „haben wir eine Finanzierungslücke, aber da arbeiten wir dran.“ Er würde sich andererseits natürlich über einen Sponsor freuen, der mit einsteigt.

In die Zeitkapsel packte Pipke Tageszeitung, Glückspfennig, Urkunde, Festschrift des Vereins, frische Sövener Luft vom 29. September und eine Unterschriftenliste, die von allen Beteiligten gezeichnet worden war.

Die Blechbüchse mit dem Logo des TV Rott vermauerte er mit Hilfe der Bauarbeiter in einer Ecke neben dem Eingang. Weil es noch keine Fenster gibt, pfiff es ordentlich durch die Öffnungen. Einige Sektgläser kippten um – Scherben bringen Glück, auch für diesen Bau.

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