Landesweite „Schul-Kino-Wochen“Schüler begegnen Film-Profis im Rhein-Sieg-Kreis

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Der Film „Fritzi“ erzählt die Geschichte des Mauerfalls. Carolin Schweizer, die die Animationen schuf, beantwortet Fragen .

Hennef/Siegburg – Die „Schul-Kino-Wochen“ gehen in diesem Jahr zum 13. Mal an den Start. Sie bieten ein umfangreiches Filmprogramm zu unterschiedlichen Themen und kostenloses pädagogisches Begleitmaterial. Das Kur-Theater ist vom 23. Januar an mit sieben Spiel-, Animations- und Dokumentarfilmen dabei. Ziel ist es, die Medienkompetenz von Schülern aller Schulformen und Altersstufen zu stärken. Als besonderen Leckerbissen gibt es für die Kinder und Jugendlichen bei der Veranstaltungsreihe stets Begegnungen mit den Filmschaffenden.

Am Montag, 27. Januar, zum Beispiel kommt die Animatorin und Character Designerin Carolin Schweizer an die Königstraße 19a. Sie hat an dem Trickfilm „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ für Besucher ab der dritten Klasse mitgewirkt. Die Regisseure Ralf Kukula und Matthias Bruhn erzählen kinderfreundlich die Geschehnisse rund um den Mauerfall 1989. Im Anschluss an die Vorführung um 12 Uhr berichtet Schweizer von ihrer Arbeit an dem Film und stellt sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Wertvoller Rohstoff

Am Montag, 3. Februar, kommt der Medienpädagoge Julian Namé um 9 Uhr zu einem Kinoseminar zu dem Streifen, um 12 Uhr gibt es ein weiteres Seminar zu dem Film „Nur eine Frau“. Im Rahmen der „Schul-Kino-Wochen NRW“ sind im Kur-Theater noch folgende Filme zu sehen.

Das Drama „Nur eine Frau“, um den gewaltsamen Tod der jungen Aynur durch ihren Bruder, ist Thema eines Film-Seminars.

Die Kinodokumentation „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“ für die erste bis fünfte Klasse beschäftigt sich mit dem wohl wertvollsten Rohstoff des Menschen, dem Wasser. In Caroline Links Buchverfilmung „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, ab der vierten Klasse geeignet, zeigt die Flucht der neun Jahre alten Anna mit ihrer Familie aus Nazi-Deutschland. Die Geschichte ist erschreckend aktuell, zeigt sie doch die Schwierigkeiten, mit denen Immigranten zu kämpfen haben, wenn sie in einem fremden Land neu beginnen müssen. Damon Gameau greift in „2040 – Wir retten die Welt!“, für die fünfte bis neunte Klasse, die Frage auf, in welcher Welt seine Tochter im Jahr 2040 leben wird und wie die Situation des Planeten verbessert werden kann. „Club der roten Bänder – Wie alles begann“ schließlich verpasst der deutschen Erfolgsserie um sechs Jugendliche im Krankenhaus eine Vorgeschichte in Spielfilmlänge.

Vorführungen im Cineplex Siegburg

Auch das Cineplex in Siegburg zeigt ab dem 27. Januar Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme. Zum Auftakt mit dem Film „Club der roten Bänder – Wie alles begann“ am 27. Januar, 11 Uhr, steht Kameramann Thomas Schinz für Fragen zu seiner Arbeit zur Verfügung. In Siegburg sind zudem unter anderem „A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando“, „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“,„Unsere große kleine Farm“,„Ballon“ und „The Hate U Give“ im Programm.

Landesweit sind 120 Kinos mit dabei. Veranstalter wird das größte filmpädagogische Projekt des Landes von „Vision Kino – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz“ und Film+Schule NRW“, einer gemeinsamen Initiative des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und des Schulministeriums.

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Die Schul-Kino-Wochen werden von Filmverleihern, Kinotheaterverbänden und zahlreichen öffentlichen Förderern unterstützt, so dass Schüler lediglich 3,50 Euro zahlen müssen. Begleitende Lehrer haben freien Eintritt. Interessierte Schulen können sich noch anmelden. Informationen und Termine im Internet.

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