Während Flittard eine 3:1-Führung spät verspielt, bezwingt Spich den SSV Nümbrecht mit 3:0. Neunkirchen-Seelscheid legt meisterliche 45 Minuten hin.
Klassenerhalt rückt näher1. FC Spich nutzt den Patzer der SpVg Flittard

Ege Sentop (Nr. 9) vom 1. FC Spich lässt sich für eine direkt verwandelte Ecke feiern.
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Gute Nachrichten für die Fußball-Landesligisten Mondorf und Spich: Die abstiegsbedrohte SpVg Flittard hat im Duell mit BW Köln eine 3:1-Führung in den letzten Minuten noch hergeschenkt – 3:3. Während der spielfreie TuS weiter sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat, zog Spich auf fünf Zähler davon.
1. FC Spich – SSV Homburg-Nümbrecht 3:0 (2:0). Nur in den ersten fünf Minuten hatten die Gäste mehr vom Spiel. Danach kämpften sich die Gelb-Schwarzen mit viel Willenskraft und Leidenschaft in die Partie: Fabian Kirst stand bei einer Hereingabe goldrichtig (12.) und Ege Sentop brachte das Kunststück fertig, eine Ecke direkt zu verwandeln – 2:0 (30.). Jonas Degenhart machte endgültig den Deckel drauf (90./+4).
Der Sieg ist etwas zu hoch ausgefallen, aber da fragt morgen keiner mehr nach
„Wir haben auch zuletzt anständig gespielt, wurden heute nur endlich mal wieder belohnt“, sagte Sportchef Ralf Winiarz. „Der Sieg ist etwas zu hoch ausgefallen, aber da fragt morgen keiner mehr nach.“
Spich: Monjeamb – Bilgic (36. Degenhart), Suchy, Sentop (67. Sentop), Mergner, Djomani Ousmane – Conde (90./+3 Abdo), Al-Awde – Gündogmus (88. Bemba), Kirst, Madaghri (67. Campodonico).
FV Bad Honnef – Borussia Lindenthal-Hohenlind 1:2 (1:0). Um ein Haar hätte Bad Honnef die Serie des Gegners gestoppt, doch am Ende feierte die Borussia den zehnten Sieg in Folge. Dabei fiel das entscheidende Tor durch Satoru Ogino erst in der dritten Minute der Nachspielzeit. Jan Carl Schmitz hatte die Gastgeber verdient in Führung gebracht (36.).
„Wir waren im ersten Durchgang klar die bessere Mannschaft und hätten deutlich höher führen müssen“, ärgerte sich HFV-Coach Benjamin Krayer. Dabei berichtete er unter anderem von einem Lattentreffer von Timo Balte und zwei weiteren Großchancen durch Philip Miermann. Nach einer sehr gut getretenen Ecke markierte Jacob Göker per Kopf den Ausgleich (53.). „Danach wurde es für uns noch eine lange Halbzeit. Lindenthal wurde immer stärker“, so der Coach. „Wir hätten dem FSV gerne Schützenhilfe geleistet. Der späte Knock-out ist bitter, wirft uns aber nicht aus der Bahn.“
HFV: Tischler – Schmitz, Casper, Cadi, Wiemer, Penner – Elhan Islamovic (80. Stang), Rous (71. Markovski) – Miermann (90./+1 Defang), Lelo (80. Zoller), Balte (90./+1 Poetes).
SC Rheinbach – FSV Neunkirchen-Seelscheid 3:5 (0:5). Im Stile eines Meisters gestaltete der FSV die erste Hälfte. Mit Marc Schneider (19.), Tim Dreilich (33.), Kjell Simnonia (37.), Niklas Krämer (40.) und Philipp Schulz (43.) trugen sich fünf verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein. Danach sorgten Elvin Jashari (55., 64./FE) und Kei Saito (87.) für Ergebniskosmetik.
Simon Stokowy pariert Rheinbacher Elfmeter
„Die erste Hälfte war sehr stark von uns“, sagte Gästetrainer Christoph Gerlach. „Nach der Pause hat der Schiedsrichter für eine gewisse Spannung gesorgt.“ Einen weiteren Foulelfmeter konnte Simon Stokowy parieren (85.), zudem sei der letzte Treffer stark abseitsverdächtig gewesen.
FSV: Stokowy – Ehses (46. O. Stephan), Heinen, Busch, Wieschebrock – Schulz, Dreilich – N. Stephan (73. Lorbach), Krämer (86. Hermanni), Simnonia (66. Tel) – Schneider (56. Mai).