Fischerhof im NaafbachtalBürgerinitiative baut historisches Gebäude um

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Der neue Vorstand der Bürgerinitiative Naafbachtal: (von links) Frank Miebach, Gert Melchior, Anja Weiershausen, Birgit Theisen, Silke Hummel, Markus Dietzler, Susanne Senge fehlt auf dem Bild.

  • Der um 1800 erbaute Fischerhof im Naafbachtal liegt landschaftlich schön im Naturschutzgebiet.
  • Der Erhalt mitsamt der Gartenanlage ist eine Herzensangelegenheit des Aggerverbandes als Eigentümer.
  • Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Naafbachtals packt derzeit mit seinen 200 Mitglieder an.

Lohmar – Die Nachricht, dass das Naafbachtal geflutet werden sollte, schreckte viele Menschen auf. Das war vor mehr als 45 Jahren. So weit ist es nie gekommen, die Bürgerinitiative zum Erhalt des Naafbachtals indes, 1973 aus der Protestbewegung gegründet, existiert immer noch. Derzeit packen viele Mitglieder bei der Sanierung des Fischerhofs mit an, um das historische Fachwerkgebäude zu retten.

Mit vereinten Kräften restaurieren die Mitglieder der Bürgerinitiative derzeit den Fischerhof.

Mit vereinten Kräften restaurieren die Mitglieder der Bürgerinitiative derzeit den Fischerhof.

Der Fischerhof, der etwa um 1800 erbaut wurde, liegt nicht nur landschaftlich schön in dem Naturschutzgebiet, er steht aufgrund seiner ortstypischen, originalen Bauweise auch unter Denkmalschutz (Denkmalnummer 148 der Stadt Lohmar), gilt als wertvolles kulturhistorisches Zeugnis des Bergischen Landes.

Blick ins Naafbachtal: Vor mehr als 45 Jahren war geplant, dort eine Talsperre anzulegen. Davon ist derzeit keine Rede mehr.

Blick ins Naafbachtal: Vor mehr als 45 Jahren war geplant, dort eine Talsperre anzulegen. Davon ist derzeit keine Rede mehr.

Der Hof befindet sich im Eigentum des Aggerverbandes und konnte von der Bürgerinitiative gepachtet werden. Der Erhalt mitsamt der Gartenanlage sei eine „Herzensangelegenheit der Mitglieder und treuer Helfer“, teilen die Vereinsvertreter mit. Das Haus soll wie anno dazumal ausgebaut werden, außerdem sollen eine Streuobstwiese und ein Bauerngarten mit alten Pflanzensorten angelegt werden.

Auch Nicht-Mitglieder können helfen

Nach der Fertigstellung Ende 2020 soll das Haus unter anderem als Anlaufstelle für Naturfreunde und Wanderer sowie lokaler Vereine dienen. Auch werde die fast 200 Mitglieder starke Bürgerinitiative dann erstmals über eigene Räumlichkeiten verfügen. Wer mitmachen will bei der Sanierung und der Gartengestaltung, müsse kein Mitglied sein, teilt die BI mit: „Der Verein freut sich über jede helfende Hand.“

Bekannte und neue Gesichter im Vorstand

Die Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative hat kürzlich einen neuen Vorstand gewählt. Vorsitzende Silke Hummel, ihr Stellvertreter Frank Miebach, Kassiererin Birgit Theisen, deren Stellvertreterin Susanne Senge und Schriftführer Markus Dietzler wurden im Amt bestätigt . Neu hinzu gekommen sind Beisitzer Gert Melchior und die stellvertretene Schriftführerin Anja Weiershausen. (coh)

Auch wenn die einst geplante Talsperre vom Tisch scheint, macht sich die BI für den Naturschutz stark, kümmert sich um die Renaturierung von Feuchtwiesen, pflanzt Vogelschutzhecken, entfernt Springkraut und sammelt Müll. Beliebt sind die Themen-Wanderungen von Birgit Theisen durch ausgewiesenes Flora-und-Fauna-Habitat. Die nächste Wanderung findet am 14. September statt.

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