Abo

CDU-KritikLohmarer Heimatverein fordert Konzept für denkmalgeschützte Villen

Lesezeit 2 Minuten
Eine klassizistische Villa in einem Park

Die Parks der beiden denkmalgeschützten Gebäude im Zentrum Lohmars, Villa Therese (Bild) und Villa Friedlinde, sollen verbunden werden.

Aus ihren beiden Villen im Zentrum mache die Stadt Lohmar zu wenig, meinen Heimatverein und CDU. In der Ratssitzung gab es scharfe Kritik.  

Zwei prächtige Gebäude, die Villa Friedlind und die Villa Therese, gibt es im Zentrum. Sie gehören der Stadt, liegen nebeneinander, doch ihre Parks haben keine Verbindung. Zwei Kleinode, aus denen Lohmar viel mehr machen könnte, meint der Heimatverein. Doch so Recht geht es in der Sache nicht voran. Woran liegt das? 

Bereits 2019 fasste der Stadtentwicklungsausschuss wegweisende Beschlüsse für die Bauten, die einerseits eine Begegnungsstätte mit Saal und andererseits die Stadtbibliothek beherbergen. Nicht einzelne Maßnahmen sollten angestoßen, sondern ein Gesamtkonzept für ein Kultur- und Begegnungszentrum erarbeitet werden.

Eine Grundlage lieferte der Heimatverein, maßgelblich beteiligt Alt-Bürgermeister und Vorstandsmitglied Wolfgang Röger (CDU). Ein Büro erarbeitete ein Konzept. Die Verwaltung sollte Fördermöglichkeiten ausloten, lautete der Auftrag der Kommunalpolitk.

Der Heimatverein habe lange nichts gehört, dann 2021 in einem Brief nach dem aktuellen Stand der Verfahrens gefragt, schilderte CDU-Fraktionsvorsitzender Tim Salgert. Und ein Jahr später erneut einen Brief ins Rathaus geschickt, die CDU im Frühjahr 2023 einen Antrag gestellt.

Salgert, selbst einige Zeit Vorsitzender des Heimatvereins, griff die Stadt in der jüngsten Ratssitzung scharf an: „Die Verwaltung muss ihre Arbeit machen.“ Er, seine Fraktion und der Heimatverein hätten sich doch sehr gewundert über den neuen Antrag der Koalition aus Grünen, SPD und UWG zu den beiden Villen, der nun zur Abstimmung vorliege.

Hat ein Gesamtkonzept für die Lohmarer Villen keine Chance?

Dieser befasse sich nunmehr nur mit einem Detail, der Verbindung der beiden Parks. Von einem Gesamtkonzept sei keine Rede mehr. Salgert mutmaßte, dass entweder die dünne Tagesordnung des Stadtrats aufgefüllt werden sollte, oder aber die Koalition mit ihrem Antrag gut in der Öffentlichkeit da stehen wolle. Man werde dem Antrag aber zustimmen, damit endlich etwas passiere.

Für die Koalition erwiderte Horst Becker (Grüne), dass ein Gesamtkonzept in der momentan unsicheren Situation der Kommunen keine Realisierungschance habe. Für die Verbindung der Parks gebe es eventuell Gelder aus dem zweiten Programm „Dritte Orte“, darauf ziele der Antrag ab. Bürgermeisterin Claudia Wieja erklärte, dass das erste Programm von 2019 bis 2023 lief, hierfür kamen die Beschlüsse zu spät. 

Es gebe noch ein weiteres großes Problem mit den repräsentativen Altbauten: Sie müssen energetisch saniert werden. Und das kostet Zeit und Geld.

Der Stadtrat bechloss einstimmig, dass die Stadt Fördermöglichkeiten für eine Verbindung zwischen den Parks prüfen solle. Eventuell werde ja zumindest das Konzept für diesen Baustein bezuschusst.

KStA abonnieren