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Rehkitzhilfe LohmarTierschützer retten 28 junge Rehe seit Ende April

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Andrea Surrey (rechts) mit der Drohne unterwegs. 

Lohmar – Andrea Surrey hat am vergangenen Sonntag erstmals richtig ausschlafen können. „Ich habe alle Telefone abgestellt und ich war den ganzen Tag nicht erreichbar“, so die Initiatorin der Rehkitzhilfe Lohmar nach ereignisreichen zwei Monaten stets auf Abruf und viele frühe Morgenden in den Mähfeldern der Region.

Vom 28. April bis 2. Juli waren Andrea Surrey und die vielen ehrenamtlichen Helfer zu Fuß unterwegs, um die frisch geborenen Kitze aus den Feldern zu retten oder zu vertreiben, dabei aus der Luft unterstützt von einer allerdings in die Jahre gekommenen Drohne. 29 Tage ließ das Team in den frühen Morgenstunden die Drohne über den Feldern aufsteigen.

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Ein Rehkitz im hohen Gras auf einem Feld im Rhein-Sieg-Kreis

330 Hektar Land oder 120 Felder suchten sie auf diese Weise ab. Auf acht Hektar Feldern war das Team der Rehkitzhilfe Lohmar zu Fuß unterwegs. Insgesamt 28 Kitze und drei Hasen sicherten die Freiwilligen jeweils unter einem Wäschekorb.

Fast 70 Tiere zusätzlich gerettet

Es gelang ihnen zusätzlich 68 Tiere von den Feldern zu vertreiben, die kurz vor der Mahd standen, darunter waren fünf erwachsene Rehe, sechs Feldhasen, zwei Katzen sowie eine Reihe Kitze, die schon alt genug waren, um eigenständig aus den Flächen zu springen.

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„Das ist eine tolle Bilanz“, freut sich Andrea Surrey, die den vielen ehrenamtlichen Helfern dankte. Mittlerweile verfügen sie über vier Drohnen-Piloten. Sie lobte besonders die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten und den Jägern und freut sich über die Ausweitung der Kontakte. „Insgesamt 15 neue Jäger und Landwirte haben erstmals mit uns zusammen gearbeitet“, fügt sie an.

Geld für eine neue Drohne ist zusammengekommen

Besonders freut sich Andrea Surrey darüber, dass der Geldbetrag in Höhe von 6000 Euro zusammen gekommen ist, um eine weitere Drohne auf dem neusten technischen Stand anzuschaffen. „Damit schaffen wir in der nächsten Saison fünfmal zu viele Flächen in der gleichen Zeit“, sagt sie.

Laufende Kosten würden aber weiterhin anfallen und so ist die Initiative weiterhin auf Spenden angewiesen. Und die Rehkitzhilfe-Lohmar freut sich weiter über neue Ehrenamtler, die nicht davor zurückschrecken, wenn der Wecker morgens um 3.30 Uhr klingelt. Denn nur in den frühen Morgenstunden sind die Kitze in den Feldern mit der Drohne und der Wärmebildkamera zu entdecken.