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Rheinufer in NiederkasselSchafe für den Hochwasserschutz

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Schafe weiden am Niederkasseler Rheinufer.

Niederkassel – Mit weichen Lippen ertasten sie Grashalme, mit kräftigen Zähnen rupfen sie sie ab – und tun ganz nebenbei Gutes für die Umwelt: Schafe, die auf dem Deich weiden, sind hübsch anzusehen und nützlich.

Auf natürliche Weise dienen sie dem Hochwasserschutz – und seien dabei nachweislich die beste Lösung, sagt die Stadtverwaltung: Während ihre Hufe die Erde antreten, fressen die Tiere die Pflanzen und Gräser direkt über dem Boden ab, sorgen für einen festen Deichkörper sowie eine dichte und widerstandsfähige Grasnarbe. Am Rheinufer in Niederkassel tun sie das schon seit vielen Jahren; der örtliche Schäfer Siegfried Feist führt zur Zeit der jährlichen Deichmahd seine bis zu 30-köpfige Herde auf die Hochwasserschutzanlagen in Rheidt und Mondorf.

Doch es gibt auch Konflikte, berichtet das Ordnungsamt der Stadt, vor allem zwischen Schafen und Hunden. Darum müssen Hundehalter ihre Tiere beim Gassigehen auf allen Deichanlagen an der Leine führen. Denn freilaufende Hunde können die Schafe aufhetzen oder sogar verletzen. Doch der Schäfer warnt auch: Die Tiere könnten recht große Kräfte entwickeln, wenn sie sich von Fremden bedroht fühlen. (bäu)