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„Haben alles selbst in der Hand“TuS Winterscheid fiebert drei Kellerduellen entgegen

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Ole Stegemann

Ole Stegemann (Mitte) und der TuS Winterscheid kämpfen um den Klassenerhalt. 

Der Fußball-A-Ligist baut im Endspurt nicht zuletzt auf 30-Tore-Mann Michael Fischer. Die Partie des SV Allner-Bödingen gegen Umutspor wird neu angesetzt. 

Während die Fußball-A-Ligisten SF Troisdorf und der SV Bergheim unbeirrt Richtung Aufstieg marschieren, tobt im Tabellenkeller der Abstiegskampf. Sechs Vereine müssen noch zittern, wobei es am Ende zwei oder (nur im Falle eines Wahlscheider Klassenerhalts) drei treffen wird. Der Aufsteiger TuS Winterscheid (26 Punkte) trifft nur noch auf direkte Konkurrenz. Am Montag (15.15 Uhr) empfängt man den TuS Birk (29), den man mit einem Sieg überflügeln würde. Es folgen die Partien beim TuS Oberpleis II (24) und gegen den SV Allner-Bödingen (22).

Letzterer Verein hat allerdings noch ein Spiel mehr in der Hinterhand, denn drei Monate nach dem Abbruch der Partie gegen Umutspor Troisdorf (27) steht fest: Das Spiel wird nachgeholt. Die Kreisspruchkammer hatte zwar auf eine 2:0-Wertung für den SVA plädiert, doch der Berufung des SV Umutspor gab das Bezirkssportgericht statt. Demnach habe das unsportliche Verhalten der Gäste nicht ausgereicht für einen Spielabbruch. Der Referee hatte sich von einem Troisdorfer Akteur bedroht gefühlt und die Partie nach gut einer Stunde abgepfiffen. Das Urteil hält SVA-Trainer Sascha Harnischmacher für „ungerecht. Wir haben mit 3:2 geführt und uns nichts zuschulden kommen lassen – trotzdem werden wir bestraft. Gleichzeitig wird der Referee in ein schlechtes Licht gerückt, indem man ihm indirekt mangelnde Souveränität und Standhaftigkeit vorwirft. Es bleibt ein Geschmäckle.“

30-Tore-Mann Michael Fischer lässt Winterscheid hoffen

Im Winterscheider Lager fiebert man derweil den direkten Duellen entgegen. „Wir haben alles selbst in der Hand“, betont Sportchef Jan Strzyga, der sein Amt im Sommer nach zehn Jahren an Patrick Andree abtreten wird. Die Hinspiele dienen als zusätzliche Motivation, denn weder Birk (1:2) noch Oberpleis (3:3) noch Allner (3:4) konnte man bezwingen: „Wir haben das Selbstvertrauen und die Qualität zu sagen: Es liegt an uns, wie diese drei Spiele ausgehen.“ Die jüngste Pleite bei den SF Troisdorf (2:7) haben indes „keine Spuren hinterlassen. Wir hatten viele Ausfälle und wissen das Ergebnis einzuordnen. Wie die Jungs mit der Verletzungsmisere umgehen und alles reinhauen, macht mich stolz.“

Große Hoffnungen setzt man im Endspurt auf seine „Lebensversicherung“ Michael Fischer (30). Mit 30 Toren und zwölf Assists ist er der Topscorer der Liga. In den letzten fünf Jahren hat das Vereinsurgestein in 122 Spielen 156 Tore (60 Assists) verbucht. „Michael ist extrem wichtig für uns, aber wir leben vom Kollektiv“, betont Strzyga. Darauf lege Sascha Boese (als Nachfolger des unlängst entlassenen Trainers Sven Bockrath) großen Wert: „Er hat dem Team neues Leben eingehaucht.“