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Fußball-Kreisliga ATrio bangt, Troisdorf winkt der Aufstieg

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Florian Holschbach (rechts) vom SSV Happerschoß

Florian Holschbach (rechts) und der SSV Happerschoß gehen mit Rückenwind ins „Endspiel“ beim SSV Kaldauen.

Happerschoß, Aegidienberg und Kaldauen müssen am letzten Spieltag zittern. Die SF Troisdorf hoffen auf Schützenhilfe aus der A-Liga Berg.

Drei Teams, eine Hoffnung: Der SSV Happerschoß (31 Punkte, Tordifferenz: -7), die SF Aegidienberg (31, -38) und der SSV Kaldauen (29, -43) kämpfen am letzten Spieltag um den Verbleib in der Fußball-A-Liga. Eine Mannschaft des besagten Trios muss neben Fortuna Müllekoven und der SpVgg Hurst-Rosbach den Gang nach unten antreten.

Während die SF Aegidienberg in Müllekoven antreten, treffen Kaldauen und Happerschoß im direkten Duell aufeinander. Duo reicht ein Remis Eines haben die drei Teams gemeinsam: Sie haben ihr Schicksal selbst in der Hand. Sowohl den SFA als auch dem SSV Happerschoß genügt ein Unentschieden zur Rettung.

Letzterer Verein geht mit Rückenwind in den Showdown. „Das ist ein richtiges Endspiel, auf das wir alle sehr heiß sind“, betont Trainer Marvin Proba. „Wir haben uns in den letzten Wochen stetig gesteigert und auch beim 1:2 gegen die SF Troisdorf bewiesen, dass wir richtig gut drauf sind. Uns reicht zwar ein Unentschieden, aber wir werden voll auf Sieg spielen.“

Zamani folgt auf Proba

Für ihn wird es die letzte Partie als SSV-Trainer sein; zur neuen Saison übernimmt Eskandar Zamani (47). „Ich will nach sechs wirklich tollen Jahren, dass die Mannschaft mal was Neues erlebt“, betont Proba. „Die Jungs benötigen frischen Wind und eine andere Ansprache. Natürlich will ich mich mit dem Klassenerhalt verabschieden.“

Sein Kaldauener Trainerkollege Gerrit Pirotte will darauf keine Rücksicht nehmen: „Wir müssen an uns denken. Mit sechs Niederlagen in Folge haben wir uns selbst in diese Situation gebracht, aber das Gute ist: Mit einem einzigen Sieg können wir das alles vergessen machen.“

Aegidienberg geht mit fünf Niederlagen in Serie ins „Endspiel“. Dass mit Patrick Schütz, Sören Franz, Jan Steinberger, Tobias Clever und Dennis Conee gleich fünf Akteure wegen einer von der Kreisspruchkammer verhängten Sperre nicht zur Verfügung stehen, macht die Sache nicht einfacher. Das Quintett wurde nach dem 1. Mai regelwidrig in der Reserve eingesetzt.

Am Samstag (10 Uhr) tagt die Kreisspruchkammer erneut in Hennef, wenn die Vorkommnisse nach dem Abpfiff des Spiels zwischen dem 1. FC Niederkassel II und den SF Troisdorf 05 aufgearbeitet werden. Damals war es bekanntlich zu einer Massenprügelei gekommen.

Zweikampf mit Frielingsdorf

Während die Reserve des 1. FCN die (quasi schon besiegelte) Meisterschaft beim SV Allner-Bödingen eintüten will, kämpfen die SFT um einen guten Punktequotienten. Da der Regionalligist 1. FC Düren nun wohl doch nicht zwangsabsteigen muss, sind die Chancen auf den Aufstieg gestiegen. In diesem Falle dürften nämlich die drei besten Vizemeister der insgesamt neun A-Ligen des Fußball-Verbandes Mittelrhein hoch.

Vor dem letzten Spieltag liegt Troisdorf (4./Punktquotient: 2,3793) im Vergleich der Zweitplatzierten nahezu gleichauf mit dem SV Frielingsdorf (3./2,3793). Das Team aus dem Kreis Berg weist nur das (deutlich) bessere Torverhältnis auf. Hoffnung macht den 05ern, dass der SVF beim ungeschlagenen Meister Jan Wellem ran muss.