Der neue Mann auf der Trainerbank des Buisdorf heißt Torsten Reisewitz (52). Sein Vorgänger Bastian Wittenius ist gleichzeitig sein „Vorgesetzter“. „Torsten hat sich diese Konstellation selbst so gewünscht“, sagt der neue Sportliche Leiter. „Wir verstehen uns sehr gut. Außerdem kann ich auf diese Art dem Verein etwas zurückgeben und beim Umbruch des Kaders helfen.“
Der besagte Umbruch hatte es wahrlich in sich: Aufgrund der lang andauernden Trainersuche rund um Marek Dabrowskis „Rolle rückwärts“ blieb nicht viel Zeit, um die zehn Abgänge zu kompensieren. Wittenius spricht rückblickend von einer „Mammutaufgabe. Zumal wir mit Lucas Inger (SC Rheinbach, Anm. d. Red.) einen Spieler verloren haben, den wir nicht gleichwertig ersetzen können.“ Auch Stammkeeper Joel Dassen ging von Bord; er ist nach Mönchengladbach gezogen. Durch den Weggang von Moritz Müller, Julius Müller, Till Töller sowie Mario Wieland habe man zudem „viel Routine und Erfahrung eingebüßt“.
Paul Simon Müller startet im Buisdorfer Tor
Bei den Neuverpflichtungen legte man den Fokus auf „junge und noch formbare Spieler. Torsten hat in Nümbrecht über Jahre hinweg bewiesen, dass er Talente aus unteren Ligen weiterentwickeln kann. Die Neuen haben Schwung reingebracht und sind allesamt feine Charaktere.“
In der Vorbereitung präsentierte sich der TuS äußerst spiel- und torfreudig – nicht zuletzt die Zugänge Gentjan Gashi, Yusuf Salih Kilicaslan und Abdul Samet Geven. Die Frage nach dem Platz zwischen den Pfosten beantwortet sich vorerst von selbst, nämlich urlaubsbedingt. In den ersten beiden Spielen steht Paul Simon Müller im Kasten, in den darauffolgenden beiden Matches Alex Kolb. „Mit ihnen haben wir zwei ganz starke Keeper und auch Dominik Struzyna kann man jederzeit reinwerfen“, sagt Wittenius.
Bei der Formulierung des Saisonziels tut sich der 46-Jährige schwer: „Wir waren zwar die zweitbeste Mannschaft der Rückrunde. Aber da es in der kommenden Saison keinen Verein gibt, der leistungsmäßig abfällt, geht es für uns zunächst mal um den Klassenerhalt. Grundsätzlich ist ein einstelliger Tabellenplatz durchaus realistisch.“ Die ersten fünf Wochen der Vorbereitung mussten die Buisdorfer im Übrigen in der Sportschule Hennef trainieren. „Unser Hybridrasen braucht eben ziemlich lange, um sich von einer langen Saison zu erholen“, erklärt Wittenius.
Der Kader des TuS Buisdorf
Zugänge: Gentjan Gashi (ASV Sankt Augustin), Yusuf Salih Kilicaslan (TSV 06 Wolsdorf), Paul Simon Müller (VfR Sinnersdorf 1928), Abdul Samet Geven (SF Troisdorf 05), Kilian Tscharntke (TuS Buisdorf II), Sebastian Alt (SV Windhagen), Noah Ptassek (SSV Merten), Ilias Bennoune (SV Vorgebirge), Yusuf Apak (1. FC Niederkassel).
Abgänge: Christoph Bolz, Marcello Küpper (beide Ziel unbekannt), Joel Dassen (VfL Jüchen-Garzweiler), Moritz Müller, Julius Müller (beide Pause), Till Töller (Karriereende), Mario Wieland (SSV Kaldauen), Mahmut Can Yildiz (TFC Inter Troisdorf), Lucas Inger (SC Rheinbach).
Tor: Alex Kolb, Paul Simon Müller, Dominik Struzyna.
Abwehr: Sebastian Alt, Bastian Balensiefer, Felix Hens, Luca Hübgen, Jens Käß, Philipp Niggemeyer, Maik Noppe, Alessandro Pietrobelli, Noah Ptassek.
Mittelfeld/Angriff: Ilias Bennoune, Luca Brors, Gentjan Gashi, Abdul Samet Geven, Hauke Grundhoff, Julius Hübgen, Noah Jeromin, Yusuf Salih Kilicaslan, Felix Schamberg, Jonas Spiekermann, Kilian Tscharntke, Yusuf Apak, Noah Jeromin, Max Müller, Finn Töller.